Kunst und Sport war eine zentrale Kunstausstellung in der DDR.
Die Ausstellung Kunst und Sport fand 1956, 1963, 1969, 1977, 1983 und 1987 in Leipzig statt. Sie wurde jeweils anlässlich des Turn- und Sportfests der DDR und der Kinder- und Jugendspartakiade gezeigt. Austragungsort war ab 1963 das Messehaus am Markt.
Mit der Ausstellung sollten Kunst und Sport als Bestandteil der sozialistischen Kultur der DDR herausgestellt werden. Gezeigt wurden Werke der Gattungen Malerei, Grafik und Plastik und der Gebrauchsgrafik, Formgestaltung und architekturgebundenen Kunst. Zudem gab es eine Schau des künstlerischen Volksschaffens und eine Sportfotoausstellung des Kulturbunds der DDR und wurden neue Werke der Literatur und Musik vorgestellt. Es war die repräsentativste und umfangreichste Ausstellung zum Thema des Sports in den bildenden und angewandten Künsten der DDR. Z. B. wurden 1977 nahezu 400 Werke gezeigt, darunter 54 aus dem künstlerischen Volksschaffen und 120 Arbeiten der angewandten Kunst. 1983 nahmen 860 Künstler mit über 2300 Arbeiten teil.
An der Vorbereitung und Ausrichtung der Ausstellung waren der Verband Bildender Künstler der DDR, der DTSB und der FDGB beteiligt. Aus der hohen Zahl der in den Bezirken eingereichten Arbeiten wurden etwa jeweils zwei Drittel ausjuriert.
Ab 1964 erfolgte jeweils zur Eröffnung der Ausstellung die Vergabe der Kunstpreise des DTSB.
Die ausgezeichneten und weitere Werke wurden von Betrieben und Institutionen, u. a. dem DTSB und der Deutschen Hochschule für Körperkultur, für ihre Sammlungen angekauft.
Zu den Ausstellungen erschienen Kataloge.
Literatur
Bernfried Lichtenau: Kunst und Sport. Bemerkungen zur 5. Leipziger Ausstellung „Kunst und Sport“ 1983. In: Bildende Kunst, Berlin, 9/1983 Brita Schmid: Sport in der bildenden Kunst der DDR. Verlag Dr. H. H. Driesen GmbH, Taunusstein, 2006; ISBN 978-3-936328-60-8; S. 152–157
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