mini|alt=Gemälde von Félix Vallotton, Brustbild, Natanson ernst blickend|Porträt von Alexandre Natanson (Félix Vallotton,1899), Musée d’Orsay

Alexandre Natanson (geboren am 27. September 1866 in Warschau; gestorben am 12. März 1936 in Paris) war ein französischer Herausgeber.

Leben Alexandre Natanson wurde als ältester Sohn des Bankiers Adam Natanson und von Anne Reich geboren. Seine Brüder waren der Journalist und Kunstkritiker Thadée Natanson und der Dramatiker Louis-Alfred Natanson. Er besuchte das Lycée Condorcet in Paris, wo er die späteren Maler Édouard Vuillard und Maurice Denis, den Schriftsteller Marcel Proust sowie den Historiker Daniel Halévy kennenlernte. Nach seinem Jurastudium wurde er Rechtsanwalt.

Zusammen mit seinen Brüdern war er an der Gründung von La Revue blanche beteiligt, die zu einem Ort des Austauschs über die Pariser Kunstavantgarde des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurde. In der Redaktion kümmerte er sich um finanzielle Angelegenheiten. Er war zudem Gründer und Leiter des Le Cri de Paris, das mit zahlreichen Skandalen und Gerichtsverfahren konfrontiert war. Aus gesundheitlichen Gründen oder aus Überdruss verkaufte Natanson 1901 seine Anteile. (französisch) Pierre Lafitte ernannte ihn im Jahr 1900 zum Leiter von La Vie au grand air.

Am 16. Mai 1929 versteigerte er einen Teil seiner Kunstsammlung, die von Étienne Bignou begutachtet worden war.

Natanson war mit Sara Olga Cahn verheiratet und hatte vier Töchter: Evelyne Nattier-Natanson (1891–1962), eine Kupferstecherin; Bolette Natanson (1892–1936), Architektin und Innenarchitektin, die in Paris eine Kunstgalerie eröffnete und Objekte entwarf, Georgette (1894–1969) und Marcelle.

Alexandre Natanson wurde auf dem Friedhof von Montmartre beigesetzt.

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