Die Evangelische Stadtkirche Ohligs ist eine evangelische Kirche in der bergischen Großstadt Solingen. Sie wurde 1865–1866 errichtet und befindet sich im Stadtteil Ohligs an der Wittenbergstraße nahe dem Ohligser Stadtteilzentrum. Die evangelische Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Solingen der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Geschichte Die evangelische Kirchengemeinde Ohligs spaltete sich im Jahr 1864 von der Walder Gemeinde ab und wurde unabhängig. Die neue Gemeinde begann rasch mit der Planung für eine eigene Kirche im noch ländlich geprägten Umfeld der Ortslagen Hüttenhaus, Weissenhäuschen und Rennpatt, das sich erst später zur Stadt Ohligs entwickelte. Die Grundsteinlegung für die Kirche erfolgte am 20. April 1865, die Einweihung am 15. August 1866. Es handelt sich bei der Kirche um eine einfache Saalkirche in Ziegelbauweise mit Turm, der durch einen spitzen Helm gedeckt wird. Architekt der Kirche war der Hildener Kirchenbaumeister Gogarten. Die Bauarbeiten wurden durch den Bauunternehmer Stiel aus Opladen ausgeführt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte die zu klein gewordene Kirche erweitert werden. Den Architektenwettbewerb gewann 1957 das Büro von Friedrich Goedeking aus Wuppertal. Der Architekt ließ die alte Apsis und die hintere Gebäudewand entfernen und verlängerte den Kirchsaal in Längsrichtung nach hinten. Die Fenster wurden bis auf den Sockel heruntergezogen und 1964 mit bunten Glasbausteinen mit bunten Motiven gefüllt.Thomas Duzia: Neubeginn mit Geschichte – Der Kirchenbau der Nachkriegszeit in Solingen, in: Die Heimat, Heft 19, Bergischer Geschichtsverein Abteilung Solingen e. V., Solingen 2004, S. 74.

2012 bis 2013 wurde die Kirche grundlegend saniert und durch ein modernes Gemeindezentrum erweitert. Im Gegenzug konnte das alte evangelische Gemeindehaus an der Mankhauser Straße aufgegeben werden. Im Jahr 2019 musste die Kirche dann aufgrund massiver Schäden der Dachkonstruktion durch den Hausschwamm plötzlich gesperrt werden. Anschließend erfolgte eine Sanierung des Daches, während der die Kirche gesperrt blieb. Zu Pfingsten 2020 konnte die Kirche wiedereröffnet werden.

Nutzung Die Kirche und das angrenzende Gemeindezentrum bilden den Hauptstandort der evangelischen Kirchengemeinde Ohligs. In der Kirche finden neben Gottesdiensten auch andere Veranstaltungen wie Senioren-Adventsfeiern oder Theateraufführungen statt.

Literatur Thomas Duzia: Neubeginn mit Geschichte – Der Kirchenbau der Nachkriegszeit in Solingen, in: Die Heimat, Heft 19, 2003/2004, Solingen 2003, S. 69–77.

Weblinks

Quellen

Kategorie:Kirchengebäude des Kirchenkreises Solingen Kategorie:Kirchengebäude in Solingen Kategorie:Erbaut 1866 Kategorie:Backsteinkirche Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Veranstaltungsstätte in Solingen Kategorie:Neuromanisches Bauwerk in Solingen Kategorie:Neuromanisches Kirchengebäude Kategorie:Backsteinbauwerk des Historismus Kategorie:Saalkirche in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Ohligs