Uwe Kracht (* 12. Juni 1952 in Ribnitz-Damgarten) ist ein deutscher Bildhauer und war Hochschullehrer.

Leben und Werk Kracht machte 1971 das Abitur und leistete bis 1973 Wehrdienst in der NVA. Danach machte er ein Praktikum in der Möbelindustrie und von 1974 bis 1979 studierte er an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein (HIF), zunächst Möbel- und Ausbaugestaltung und ab 1976 Plastik bei Gerhard Lichtenfeld. Von 1979 bis 1981 hatte er eine Aspirantur bei Bernd Göbel. Seitdem arbeitet er in Halle (Saale) freischaffend als Bildhauer, von 1981 bis 1983 mit einem Fördervertrag. 1980 beteiligte er sich am Holzbildhauer-Symposium in Stralsund. Bis 1994 war er an der HIF im Fach Spiel- und Lernmitteldesign in der Lehre tätig.

Kracht war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. 1983 wurde der mit dem Gustav-Weidanz-Preis für Plastik geehrt.

Werkbeispiele

Porträt Kerstin K. (1979; Büste, Gips; auf der IX. Kunstausstellung der DDR) Sitzendes Mädchen (1981; Gips, Höhe 73 cm) Antifaschistischer Widerstandskampf in Lateinamerika (1982; Zyklus von Hochreliefs)Abbildung im Katalog der Ausstellung Gerhard Lichtenfeld und Schüler. S. 68/69 Stehender Junge (1983; Gips, Höhe 79 cm)Abbildung im Katalog der Ausstellung Gerhard Lichtenfeld und Schüler. S. 70 Porträtstudie Fritz K. (1983; Gips) Sitzender Athlet (1986; Bronze, Höhe 28 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR) Hockender David (1992; Keramik; nach Zerstörung durch Vandalismus 1997 Replik in Bronze; Halle, Fleischerstraße / Ecke Geiststraße) Säulenbrunnen (1995; mit Heike Niehle; Halle, Stadtpark)

Ausstellungen (unvollständig) Einzelausstellungen 1983: Halle/Saale, Burg-Galerie 1983/1984: Halle, Staatliche Galerie Moritzburg (mit Robert Metzkes)

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR 1982/1983 und 1987/1988: Dresden, IX. und X. Kunstausstellung der DDR 1983: Leipzig, Informationszentrum am Sachsenplatz („Bildhauer des Bezirkes Leipzig“) 1985: Leipzig, Bezirkskunstausstellung 1986: Bad Kösen, Kunsthalle („Gerhard Lichtenfeld und Schüler. Plastik und Zeichnungen“)

Literatur Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 475

Weblinks

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Einzelnachweise

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