Die 13. Etappe der Tour de France 2026 fand am 17. Juli 2026 statt. Sie führte die 113. Austragung des französische Etappenrennens in die Vogesen. Der Start erfolgte in Dole, ehe es über 205,8 Kilometer nach Belfort ging. Im Finale wurde dabei der Ballon d’Alsace überquert. Nach der Zielankunft hatten die Fahrer insgesamt 2132,3 Kilometer absolviert, was 64,78 % der Gesamtdistanz entspricht.

Streckenführung Der neutralisierte Start erfolgte in Dole auf der Avenue de Lahr vor dem Stade Robert-Bobin. Über die Brücke Pont de la Charité ging es ins Stadtzentrum, wo die Collégiale Notre-Dame de Dole passiert wurde. Danach führte die Avenue Jacques Duhamel in Richtung Süden, ehe der Fluss Doubs über die Brücke Pont de la Corniche erneut übergequert wurde. Am Südufer ging es nun vorbei am La Commanderie in Richtung Westen. Über die D229 erreichten die Fahrer schließlich die D244, wo das Rennen nach 13 Kilometern in der Gemeinde Falletans freigegeben wurde.

Nach dem offiziellen Start führten die ersten Kilometer auf flachen Straßen entlang der Doubs nach Saint-Vit. Vorbei an Besançon ging es nun über Marnay und Rioz nach Lure. Kurz drauf erfolgte nach 137,8 Kilometern der Zwischensprint in Mélisey. Zugleich erreichten die Fahrer die südlichen Ausläufer der Vogesen. Nach rund 150 flachen Kilometern wurde zwischen Servance und Le Thillot der Col des Croix (678 m) überquert, der als Bergwertung der 3. Kategorie klassifiziert wurde. Dieser wies auf einer Länge von 5,1 Kilometern ein durchschnittliche Steigung von 4,8 % auf und wurde bei Kilometer 157,4 überquert. Danach ging es nach Saint-Maurice-sur-Moselle, wo der Anstieg zum Ballon d’Alsace (1173 m) begann. Der Nordanstieg des Ballon d’Alsace war 8,9 Kilometer lang und wies eine durchschnittliche Steigung von 6,9 % auf. Sie galt als Bergwertung der 1. Kategorie, wobei die Kuppe erst 29,9 Kilometer vor dem Ziel passiert wurde. Die nachfolgende Abfahrt führte über die D465 nach Giromagny, ehe die letzten 15 Kilometer über Valdoie nach Belfort führten.

Die Einfahrt nach Belfort erfolgte über die D5, ehe es auf der D13 zum Quai Vauban ging. Rund 450 Meter vor dem Ziel bogen die Fahrer rechts ab und überquerten die Savoureuse über die Brücke Pont Clemenceau. Der Zielstrich befand sich schlussendlich auf dem Place de la Résistance.

+StreckenführungOrtKilometerLänge (km)Höhe (m)Ø Steigungmax. Steigungneutralisierter StartDole (Avenue de Lahr) −13offizieller StartFalletans (D244)0ZwischensprintMélisey137,8Bergwertung (3. Kategorie)Col des Croix157,45,16784,8 %unbekanntBergwertung (1. Kategorie)Ballon d’Alsace175,98,911736,9 %unbekanntZielBelfort205,8

Rennverlauf Zunächst versuchte eine fünfköpfige Ausreißergruppe um Georg Zimmermann (Lotto-Intermarché), Kasper Asgreen (EF Education-EasyPost), Louis Vervaeke (Soudal Quick-Step), Alex Kirsch (Cofidis) und Michal Kwiatkowski (Netcompany Ineos Cycling Team) ihr Glück. Das Quintett wurde allerdings nach einem 23 Kilometer langen Ausreißversuch wieder vom Hauptfeld eingeholt. Erst nach rund 35 Rennkilometern gelang es einer neuen 37-köpfigen Ausreißergruppe, sich dauerhaft abzusetzen:

Thomas Pidcock, Quinten Hermans, Fred Wright und Xandro Meurisse (alle vier von Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) Romain Grégoire, Lorenzo Germani, Quentin Pacher und Clément Russo (alle vier von Groupama-FDJ United) Jasper Philipsen, Edward Planckaert und Emiel Verstrynge (alle drei von Alpecin-Premier Tech) Raúl García Pierna, Michel Heßmann und Nélson Oliveira (alle drei von Movistar Team) Ion Izagirre, Alex Aranburu und Benjamin Thomas (alle drei von Cofidis) Julian Alaphilippe, Marc Hirschi und Rick Pluimers (alle drei von Tudor Pro Cycling Team) Jordan Jegat, Nicolas Breuillard und Thibault Guernalec (alle drei von TotalEnergies) Brandon McNulty und Tim Wellens (beide von UAE Team Emirates-XRG) Victor Campenaerts und Per Strand Hagenes (beide von Team Visma-Lease a Bike) Tim van Dijke und Maxim Van Gils (beide von Red Bull-Bora-hansgrohe) Ben Healy und Michael Valgren (beide von EF Education-EasyPost) Nikolas Winokurow von XDS Astana Team Matej Mohorič von Bahrain Victorious Kévin Vauquelin von Netcompany Ineos Cycling Team Mauro Schmid von Team Jayco AlUla George Bennett von NSN Cycling Team John Degenkolb von Team Picnic PostNL

In der Spitzengruppe war Philipsen dabei, der im Kampf um das Grüne Trikot in einer aussichtsreicher Position befand. Der aktuelle Träger des Grünen Trikots, Mads Pedersen, reagierte auf diese Bedrohung. Mit seinem Team Lidl-Trek übernahm er im Hauptfeld die Führungsarbeit. Da es ihnen aber nicht gelang, die Lücke zu schließen, schloss sich Pedersen einem Gegenangriff mit 19 weiteren Fahrern an:

Luke Plapp, Michael Matthews und Ben O’Connor (alle drei von Team Jayco AlUla) Joris Delbove und Vercher (beide von TotalEnergies) José Félix Parra und Stefano Oldani (beide von Caja Rural-Seguros RGA) Magnus Cort Nielsen und Jonas Abrahamsen (beide von Uno-X Mobility) Biniam Girmay und Tom Van Asbroeck (beide von NSN Cycling Team) Davide Ballerini und Harold Tejada (beide von XDS Astana Team) Joshua Tarling von Netcompany Ineos Cycling Team Vlad Van Mechelen von Bahrain Victorious Robbe Dhondt von Team Picnic PostNL Kasper Asgreen von EF Education-EasyPost Clément Braz Afonso von Groupama-FDJ United Lars Craps von Lotto-Intermarché Mads Pedersen von Lidl-Trek

Die Verfolgergruppe um Pedersen wollte die Spitzengruppe noch vor dem Zwischensprint erreichen. Das Hauptfeld nahm das Tempo raus, wodurch sich beide Fluchtgruppen um mehrere Minuten absetzen konnten. Etwa 30 Kilometer vor dem Zwischensprint schlossen die Verfolger sich der Spitzengruppe an. Die nun vereinigte 57-köpfige Spitzengruppe baute ihren Vorsprung rapide aus. Philipsen gewann den Zwischensprint gegen Pedersen und Girmay. Mit rund 8 Minuten Vorsprung rückte Pidcock virtuell in den Top 5 des Gesamtklassements vor. Das sorgte für Unruhe im Hauptfeld. Mehrere Teams versuchten, den Rückstand zu verringern, doch das Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team forcierte in der Spitzengruppe das Tempo für seinen Fahrer Pidcock. Sein Teamkollege Hermans überquerte den Col des Croix als Erster. Mit knapp 9 Minuten Vorsprung ging die Gruppe in den Anstieg zum Ballon d’Alsace. Unterwegs versuchten mehrere Fahrer sich vergebens von der Spitzengruppe abzusetzen. Vier Fahrer von Team Jayco AlUla beschlossen das Tempo zu forcieren und wollten Matthews zu einer aussichtsreichen Position verhelfen. Doch 3 Kilometer vor der Bergwertung wurden sie von anderen Fahrer überholt, diese konnten sich leicht absetzen. Pidcock überquerte vor Schmid den Gipfel. Die nun zehnköpfige Spitzengruppe aus Plapp, Pidcock, Van Gils, Vauquelin, Tejada, McNulty, Wellens, Schmid, Braz Afonso und Jegat übernahm in der Abfahrt die Führung. Weitere Fahrer aus der einst großen Spitzengruppe verloren den Anschluss und schlossen sich den Verfolgergruppen an.

Nach der Abfahrt folgten in der Spitzengruppe mehrere Angriffe, doch die zehn Spitzenfahrer hielten sich gegenseitig in Schach. Etwa 15 Kilometer vor dem Ziel setzten sich Schmid und Tejada erfolgreich von der Spitzengruppe ab. Bevor die anderen 8 Fahrer mit einer Konterattacke reagieren konnten, hatte das Duo bereits einen Vorsprung von etwa 10 Sekunden und wenig später auf 20 Sekunden herausfahren können. Rund 5 Kilometer vor dem Ziel versuchte die Verfolgergruppe die Lücke zu schließen. Das gelang ihnen jedoch nicht. Das Duo begann wiederum etwa 2 Kilometer vor dem Ziel sich zu duellieren und beschattete sich gegenseitig, wodurch die Verfolger wieder näher herankamen. Auf den letzten 200 Metern initiierte Tejada den Sprint, den Mauro Schmid schließlich mit einer Fahrradlänge für sich entschied. Es war der erste Sieg eines Schweizers seit der 12. Etappe der Tour de France 2020 (gewonnen von Marc Hirschi).

Tom Pidcock, der mit der ersten Verfolgergruppe ins Ziel kam und 7:30 Minuten vor der Favoritengruppe die Ziellinie überquerte, konnte in der Gesamtwertung den Abstand zum Leader verringern und mehrere Plätze gutmachen. Der Brite, der vor der Etappe auf Platz 10 gelegen war, kletterte auf den 4. Platz. Auch in der Bergwertung sprang er von Platz 13 auf Rang 4. An der Spitze dieser Wertungen gab es keine Veränderungen. In den weiteren Wertungen gab es keine Veränderungen. Tom Pidcock wurde von der Renn-Jury als kämpferischster Fahrer der Etappe gekürt.

Ergebnis

Gesamtstände

Ausgeschiedene Fahrer Jenno Berckmoes (Lotto-Intermarché): wegen Schlüsselbeinbruch, den er sich beim Sturz auf der 12. Etappe zuzog, nicht gestartet. Fernando Gaviria (Caja Rural-Seguros RGA): wegen Schlüsselbeinbruch, den er sich beim Sturz auf der 12. Etappe zuzog, nicht gestartet. Frits Biesterbos (Team Picnic PostNL): nicht gestartet. Verließ die Rundfahrt im Einvernehmen mit seinem Team, um sich für weitere Rennen zu schonen.

Einzelnachweise

Weblinks

13. Etappe der Tour de France 2026 in der Datenbank von FirstCycling.com Pressemappe und Endergebnis der 13. Etappe von tissottiming.com zur Verfügung gestellt (PDF; 4,3 MB)

Etappe 13 #202613 Kategorie:Sportveranstaltung im Département Jura Kategorie:Dole Kategorie:Sportveranstaltung in Belfort