Die 11. Etappe der Tour de France 2026 fand am 15. Juli 2026 statt. Sie führt die 113. Austragung des französische Etappenrennens an das Ufer der Loire. Der Start erfolgte dabei in Vichy, ehe es über 161,3 flache Kilometer nach Nevers ging. Nach der Zielankunft hatten die Fahrer insgesamt 1747,4 Kilometer absolviert, was 53,12 % der Gesamtdistanz entspricht.
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,91 km/h wurde diese Massenstartetappe zur schnellsten in der Geschichte der Tour de France, nur Zeitfahretappen und Prologe haben eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit. Zuvor war die 4. Etappe der Tour de France 1999 von Laval nach Blois (194,5 km) mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,356 km/h die schnellste Etappe der Frankreich-Rundfahrt.
Streckenführung Der neutralisierte Start erfolgte in Vichy auf der D6E vor dem Parc Omnisports Auvergne-Rhône-Alpes. Auf den ersten Metern wurde der Fluss Allier überquert, ehe es am Ostufer in Richtung Süden ging. Dabei wurde das Stade Municipal Louis Darragon passiert, bevor die Fahrer auf Höhe der Brücke Pont de Bellerive ins Stadtzentrum von Vichy vordrangen. Vorbei am Palais des Congrès de Vichy ging es nun zurück in Richtung Norden, ehe das Rennen nach 8,3 Kilometern auf der D174 vor der Zone indutrielle de Vichy-Rhue freigegeben wurde.
Nach dem offiziellen Start führte die Strecke nach Saint-Germain-des-Fossés, ehe der Allier bei Billy überquert wurde. Bereits nach 27,9 Kilometern wurde danach in Saint-Pourçain-sur-Sioule der Zwischensprint ausgefahren. Kurz darauf wurde zudem mit der Côte de Billonnière (300 m) die erste Bergwertung des Tages passiert. Diese befand sich auf der D2009 und wies auf einer Länge von einem Kilometer eine durchschnittliche Steigung von 5,8 % auf. Nach 32,9 Kilometern wurde auf der Kuppe eine Bergwertung der 4. Kategorie abgenommen. Im weiteren Rennverlauf ging es entlang des Allier nach Norden, ehe die Fahrer den Fluss bei Moulins erneut überquerten. Danach wurden Saint-Ennemond, Decize und La Machine durchfahren, bevor die Fahrtrichtung bei Rouy gegen Westen drehte. Auf der D978 wurde nach 123,4 Kilometern mit der Côte de Billy-Chevannes (360 m) eine weitere Bergwertung der 4. Kategorie überquert. Diese wies auf einer Länge von 1,4 Kilometern eine durchschnittliche Steigung von 5 % auf. Über Guérigny ging es auf den letzten Kilometern im Anschluss nach Nevers.
Die Einfahrt nach Nevers erfolgte über die D176. Rund 1500 Meter vor dem Ziel musste eine schnelle Rechts-Links-Kombination durchfahren werden, ehe es auf die rund 1000 Meter lange Zielgerade geht. Der Zielstrich befand sich auf der Rue Amiral Jacquinot vor dem Circuit des Lapins.
+StreckenführungOrtKilometerLänge (km)Höhe (m)Ø Steigungmax. Steigungneutralisierter StartVichy (D6E) −8,3offizieller StartCreuzier-le-Vieux (D174)0ZwischensprintSaint-Pourçain-sur-Sioule27,9Bergwertung (4. Kategorie)Côte de Billonnière32,913005,8 %unbekanntBergwertung (4. Kategorie)Côte de Billy-Chevannes111,61,43605,0 %unbekanntZielNevers161,3
Rennverlauf Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) startete nach dem offiziellen Rennstart mit zwei Ausreißversuchen, blieb aber erfolglos. Kurz darauf gelang es einem Quartett aus Julian Alaphilippe (Tudor Pro Cycling Team), Mathis Le Berre (TotalEnergies), Nelson Oliveira (Movistar Team) und Anthon Charmig (Uno-X Mobility) sich erfolgreich abzusetzen. Das Peloton ließ die Gruppe gewähren. Der Vorsprung blieb zunächst gering, doch schließlich ließ das Peloton sie ungestört davonziehen. Liam Slock von Lotto-Intermarché attackierte aus dem Hauptfeld, konnte aber nie den Anschluss an die vierköpfige Spitzengruppe finden und schloss sich nach 10 Verfolgungskilometern wieder dem Peloton an. Der Vorsprung der Außreißergruppe lag bei maximal 1:30 Minuten, vielmehr ließ das Peloton nicht zu. Denn mehrere Teams hatten großes Interesse an einem Massensprint. Den Zwischensprint gewann Le Berre. Auf dem Weg zum Ziel geschahen keine entscheidenen Momente. Das Peloton behielt die Ausreißergruppe im Blick. Am Fuße der letzten Bergwertung betrug der Vorsprung immer noch etwa 1 Minute. An diesem Anstieg musste Alaphilippe seine drei Ausreißerkollegen ziehen lassen, ihm fehlte die Kraft in der Gruppe weiterfahren zu können – er wurde wenig später vom Hauptfeld überholt.
Oliveira, Charmig und Le Berre erhöhten nach der Bergwertung nochmal das Tempo, sie verloren auf den letzten 20 Kilometern dadurch nur langsam an Boden. 10 Kilometer vor dem Ziel lag das Hauptfeld noch etwa 20 Sekunden zurück. Das Hauptfeld holte das Trio etwa 6 Kilometer vor dem Ziel wieder ein. Danach kehrte wieder Ruhe ins Hauptfeld ein, die Sprinterteams bereiteten sich langsam auf den Massensprint vor. Erst 2 Kilometer vor dem Ziel gingen mehrere Teams in den Angriff über und versuchten ihre Sprinter eine gute Position zu ermöglichen. Im Endspurt erkannte Søren Wærenskjold (Uno-X Mobility) die Gelegenheit, denn die Vorarbeit einiger Teams ihrer Sprinter misslang. Er nutzte eine größere Lücke, die der gegnerischer Anfahrer Cees Bol (Decathlon CMA CGM Team) anbot. Er zog an die Favoriten vorbei, um seinen eigenen Sprint zu starten, und setzte sich entscheidend ab. Im Sprint behielt er gegen Olav Kooij (Decathlon CMA CGM Team) und Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech) die Oberhand.
Die Wertungen blieben unverändert. Anthon Charmig wurde von der Renn-Jury als kämpferischster Fahrer der Etappe gekürt.
Ergebnis
Gesamtstände
Ausgeschiedene Fahrer Chris Harper (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team): wegen Verletzungen, die er sich beim Sturz auf der 10. Etappe zuzog, nicht gestartet.
Einzelnachweise
Weblinks
11. Etappe der Tour de France 2026 in der Datenbank von FirstCycling.com Pressemappe und Endergebnis der 11. Etappe von tissottiming.com zur Verfügung gestellt (PDF; 4,3 MB)
Etappe 11 #202611 Kategorie:Sportveranstaltung in Vichy Kategorie:Sportveranstaltung im Département Nièvre Kategorie:Nevers