Mel London (* 9. April 1932 in Mississippi, USA; † 16. Mai 1975 in Chicago, Illinois, USA) war ein US-amerikanischer Songwriter, Sänger, Musikproduzent sowie Gründer und Betreiber des Plattenlabels Chief Records.
Leben und Wirken Über Londons frühen Jahre ist wenig bekannt. 1954 wurde sein Song Poison Ivy von Willie Mabon in Chicago für Chess Records aufgenommen (Chess #1580) und erreichte Platz sieben der Billboard-R&B-Charts. 1955 folgten drei weitere von London geschriebene bzw. mitgeschriebene Chart-Hits bei Chess: Who Will Be Next von Howlin’ Wolf sowie Sugar Sweet und Manish BoyMitautoren von Manish Boy, später Mannish Boy geschrieben, waren Bo Diddley und Muddy Waters von Muddy Waters.
1957 gründete London sein eigenes Plattenlabel Chief Records, für das er auch als Produzent und Songwriter tätig war. Eine der ersten Chief-Singles, der von London geschriebene Titel Man from the Island, war zugleich Londons erster Auftritt als Sänger. Danach hatte Chief unter anderem Elmore James und Junior Wells unter Vertrag, für die London auch einige Hits schrieb. Auch Earl Hooker und Magic Sam arbeiteten für Chief. Chief Records’ Tochterunternehmen Profile, Age Records und Mel-Lon Records veröffentlichten Musik unter anderem von A. C. Reed, Johnny „Big Moose“ Walker und Jackie Brenston.
Chief Records mit seinen Tochterunternehmen geriet Anfang der 1960er Jahre in finanzielle Schwierigkeiten und stellte den Geschäftsbetrieb 1964 ein. Später war Mel London an einer Reihe kleiner Plattenlabels beteiligt – darunter All-Points, Bright Star und Starville –, doch keines davon erreichte die Bedeutung seiner früheren Labels.
Mel London starb am 16. Mai 1975 im Alter von 43 Jahren in Chicago an Krebs.
Diskografie (Auswahl)
Singles
Weblinks
Mel London – Doggin Me Round, 1957 auf YouTube
Einzelnachweise Jeff Harris: Big Road Blues Show 1/9/11: Calling All Blues – Mel London’s Blues. sundayblues.org, 9. Januar 2011 (englisch), abgerufen am 14. Juni 2026 Mel London. All About Blues Music (englisch), abgerufen am 14. Juni 2026 Mel London. AllMusic (englisch), abgerufen am 14. Juni 2026 Chief Records (2). Discogs, abgerufen am 14. Juni 2026 Mel London. Discogs, abgerufen am 14. Juni 2026 Mel London. SecondHandSongs (englisch), abgerufen am 14. Juni 2026
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