Hans Rudolf Rahn (* 1. Januar 1805 in Zürich; † 21. August 1868 in Wil, Kanton St. Gallen) war ein Schweizer Kupferstecher.

Leben mini|In König Nobels Schlafgemach, Stich nach der Illustration von Wilhelm von Kaulbach zu Goethes Reineke Fuchs, 1846 Rahn, der Sohn eines Ausrufers und Nachtwächters, war Schüler von Johann Jakob Lips und von Samuel Amsler in München, wo er anfangs für Buchhändler Stiche anfertigte. Zu weiteren Studien ging er nach Paris. Seit 1835 arbeitete er mit eigenem Atelier in München, später verlegte er seinen Wirkungskreis nach Zürich.

An Lokalausstellungen der Zürcher Kunstgesellschaft beteiligte er sich vielfach zwischen 1829 und 1868. Auf Turnusausstellungen des Schweizer Kunstvereins war er 1848 und 1856 vertreten. Bekannt wurde er seinerzeit durch Stiche nach Vorlagen von Wilhelm von Kaulbach, insbesondere durch dessen Zyklus von Illustrationen zu Reineke Fuchs.Gerold Meyer von Knonau: Historisch-geographisch-statistisches Gemälde der Schweiz. Erster Band, zweiter Teil: Der Canton Zürich. Huber und Compagnie, St. Gallen und Bern 1846, S. 97 (Google Books) Der Kunsthistoriker Carl von Lützow nannte ihn 1891 neben Carl Ludwig Frommel, Albert Henry Payne, Johann Poppel, Friedrich Wagner, Hans Fincke, Adrian Schleich, Edouard Schuler und Franz Stöber als führenden Vertreter des Stahlstichs im deutschen Raum.Carl von Lützow: Geschichte der Deutschen Kunst. Band IV: Geschichte des deutschen Kupferstiches und Holzschnittes. G. Grote’sche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1891, S. 301 (Google Books)

Literatur

Rahn, Hs. Rudolf. In: Carl Brun (Hrsg.): Schweizerisches Künstler-Lexikon. 4 Bände, Verlag Huber, Frauenfeld 1905–1917, Band 2: H–R (1908), S. 589 (Digitalisat).

Weblinks Rahn, Hans Rudolf, Datenblatt im Portal deutsche-biographie.de

Einzelnachweise

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