mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Langschwanz-Mausspitzmaus Die Langschwanz-Mausspitzmaus (Myosorex longicaudatus) ist ein im südlichen Südafrika endemisches Säugetier in der Gattung der Afrikanischen Waldspitzmäuse.

Taxonomie und Verbreitung Laut genetischen Studien bildet die Art die Schwestergruppe zu einer Gruppe, die aus der Uluguru-Waldspitzmaus (Myosorex geata) und der Kihaule-Mausspitzmaus (Myosorex kihaulei) besteht.

Es werden zwei Unterarten unterschieden: M. l. longicaudatus, bewohnt einen größeren Wald, der die Stadt Knysna umgibt. M. l. boosnami, kommt in der Boosmansbos Wilderness Area in den Langebergen vor.

Merkmale Diese mittelgroße Spitzmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 73 bis 93 mm, ein gewicht von 9 bis 21 g und eine Schwanzlänge von 46 bis 79 mm. Damit ist der Schwanz länger als bei anderen Gattungsmitgliedern. Die Hinterfüße sind 14 bis 19 mm lang und die Länge der Ohren beträgt 10 bis 12 mm. Oberseits besitzen die Haare an der Wurzel einen rauchgrauen Bereich, danach folgt ein gelbbrauner bis weißlicher Abschnitt und die Spitzen sind dunkelbraun. Je nach Länge der Abschnitte erscheint das Fell dunkelgrau mit gelbgrauen, braunen oder schwarzen Schattierungen. Auf der Unterseite haben die Haare eine mehr oder weniger helle gelbbraune Spitze, womit diese allgemein leicht heller ist. Die Oberseite der Füße ist ähnlich wie der Rücken gefärbt. Die Langschwanz-Mausspitzmaus hat einen behaarten Schwanz, der oberseits schwarzbraun und unterseits etwas heller braun ist. Die sechs Zitzen der Weibchen sind paarig angeordnet und liegen im Leistenbereich. Im Oberkiefer liegen neben den Schneidezähnen je vier einspitzige Zähne. Bei der Unterart mit dem Zusatz boosnami ist der Schnauzenteil des Schädels schmaler und ein Prämolar kleiner als bei der Nominatform.

Lebensweise Das Tier hält sich im Flachland und in Gebirgen bis 3600 Meter Höhe auf, auch wenn es oberhalb von 2000 Metern selten ist. Die Spitzmaus kommt in ursprünglichen Wäldern, im Grasland und im Randbereich des Bioms Fynbos vor. Laut den vorhandenen Beobachtungen wird der lange Schwanz als Greifwerkzeug eingesetzt beim Klettern in Gewächsen. Im Magen untersuchter Exemplare befanden sich überwiegend Reste von Insekten und wenige Pflanzensamen. In Gefangenchaft gehaltene Tiere frassen Insekten, Mehlwürmer und zermahlenes Fleisch. Im Verbreitungsgebiet lebt auch die Südafrikanische Waldspitzmaus. Die Dunkelfüßige Waldspitzmaus ist dagegen weiter östlich verbreitet. Zur Fortpflanzung gibt es keine Informationen.

Gefährdung Als Bedrohungen treten die Trockenlegung von feuchten Landschaften, die intensive Weidenutzung und unkontrolierte Brände auf. Da Spitzmäuse eine hohe Stoffwechselrate besitzen ist ihr Nahrungsbedarf sehr hoch, doch in trockenen Gebieten leben weniger wirbellose Tiere. Die Größe aller Reviere zusammen wird auf 690 km² geschätzt. Deswegen wird die Langschwanz-Mausspitzmaus von der IUCN als stark gefährdet (endangered) gelistet, wobei die Unterart in den Langebergen als vom Aussterben bedroht (critically endangered) gilt.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Spitzmäuse Kategorie:Endemisches Tier Südafrikas