Die Berg-Mosaikschwanzratte (Paramelomys rubex) ist ein mit mehreren disjunkten Populationen in Neuguineas Gebirgen verbreitetes Nagetier in der Unterfamilie der Altweltmäuse. Das Typusexemplar stammt vom Fluss Mamberamo im zu Indonesien zählenden Teil der Insel.

Taxonomie Die ersten Funde wurden als Unterart der Monckton-Mosaikschwanzratte (Paramelomys moncktoni) gelistet, die zu diesem Zeitpunkt noch ein Mitglied der eigentlichen Mosaikschwanzratten (Melomys) war. Der Zoologe Menzies legte 1996 für diese Art und die ebenfalls kleinen Arten Gemeine Tiefland-Mosaikschwanzratte (Paramelomys platyops) und Stein-Mosaikschwanzratte (Paramelomys steini) eine Artengruppe innerhalb der Gattung Paramelomys fest. Er stellte gleichzeitig fest, dass viele morphologisch leicht abweichende Formen Synonyme dieser Art sind. Bei einer molekularbiologische Studie im Jahr 2017 erkannten Smissen, Rowe und McLennan et al., dass die Gemeine Tiefland-Mosaikschwanzratte das Schwestertaxon dieser Art ist.

Merkmale Wie genannt ist das Tier innerhalb seiner Gattung mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 100 bis 130 mm, einer Schwanzlänge von 96 bis 140 mm und einem Gewicht von 31 bis 57 g klein. Es hat 25 bis 30 mm lange Hinterfüße und Ohren von 11 bis 19 mm Länge. Männchen sind allgemein etwas größer als Weibchen. Das wollige Fell der Oberseite ist dicht und hat eine graubraune Farbe. Im Kontrast dazu stehen die orangen bis gelbbraunen Wangen. Auf der Unterseite kommt hellgraues Fell vor. Beim schwarzen Schwanz ist an jeder Schuppe ein feines Haar vorhanden, was den Schwanz nackt erscheinen lässt. Die vier Zitzen der Weibchen sind paarig angeordnet.

Verbreitung und Lebensweise Die Berg-Mosaikschwanzratte bewohnt fast jedes Bergland auf Neuguinea. Sie kommt zwischen 900 und 3000 Meter Höhe vor. Dieses Nagetier hält sich in verschiedenen tropischen Bergwäldern auf, die teilweise durch eine Moosschicht an den Bäumen gekennzeichnet sind und besucht Gärten. Die Art ruht in Erdhöhlen und bewegt sich überwiegend auf dem Boden, auch wenn sie gut in Bäumen klettern kann, wo sie in einigen Metern Höhe dokumentiert wurde. Die Fortpflanzungsrate ist für ein rattenartiges Tier mit meist zwei Neugeborenen pro Wurf recht klein. Die Reviere sind mit 0,5 Hektar groß. Zur Nahrungswahl gibt es keine Informationen.

Gefährdung Für den Bestand sind keine Bedrohungen bekannt. Die IUCN listet die Berg-Mosaikschwanzratte aufgrund einer großen Gesamtpopulation als nicht gefährdet (least concern).

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Einzelnachweise

Kategorie:Langschwanzmäuse Kategorie:Endemisches Tier Neuguineas