mini|Lage von Gartly in Aberdeenshire Gartly ist ein Civil Parish in der schottischen Council Area Aberdeenshire.Parish of Gartly im Gazetteer for Scotland

Geschichte mini|St Andrew’s Church Der heutige Parish Gartly wurde 1709 eingerichtet.Parish of Gartly – Details im Gazetteer for Scotland Die heutige neogotische St Andrew’s Church wurde 1880 errichtet. Sie geht auf eine Pfarrkirche aus dem Jahre 1621 am selben Standort zurück.

Der Name des Parish leitet sich aus dem gälischen gàradh (an) tulaich ab. Während tulaich „Hügel“ bedeutet, bezeichnet gàradh „Umschließung“, „Garten“ oder schlicht „Ortschaft“. Eine Übersetzung könnte somit „Hügelort“ lauten.Fyvie in: James Brown Johnston: Place-names of Scotland, D. Douglas, Edinburgh 1892, S. 118. (Digitalisat)Gartley in: James MacDonald: Place names of West Aberdeenshire, Aberdeen 1900, S. 198. (Digitalisat)

Obschon auch historisch in Aberdeenshire gelegen, umfasste der Parish auch eine Exklave der benachbarten Grafschaft Banffshire. Dieser Umstand ergab sich, da die Earls of Huntly einen Teil des heutigen Parishs als Baronat an die Barclays verlehnte, die im Stande von High Sheriffs in Banffshire standen und das Baronat ihrem Wirkungsgebiet einverleibten.Gartly in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885.The New Statistical Account of Scotland, Band 13, William Blackwood &Sons, Edinburgh, 1845, S. 95–102. (Digitalisat) Infolge des Local Government (Scotland) Acts 1889 wurden die Parishgrenzen 1891 neugezogen, sodass Gartly seitdem ausschließlich in Aberdeenshire liegt.Records for Gartly, scotlandspeople.gov.uk

Historisch wird von verschiedenen Cairns innerhalb des Parishs berichtet, die als Grabstätten eines Scharmützels im Nachgang der Schlacht von Harlaw (Juli 1411) gedeutet wurden. Bei der Öffnung und anschließenden Entfernung der Cairns im Jahre 1801 wurden Fragmente von Rüstungen freigelegt. Gartly Castle wurde vor 1489 errichtet. Im Oktober 1562 ist ein Aufenthalt Maria Stuarts auf Gartly Castle belegt, der möglicherweise in Zusammenhang mit der Schlacht von Corrichie steht.

Einwohnerzahlen Jahr 1801 1811 1821 1831 1841 1851 1861 1871 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1951 1961 1971 2022 EinwohnerGartly Parish : Total Population, visionofbritain.org.ukScotland Census 2022 958 885 979 1127 1037 990 1029 972 890 928 862 758 684 659 611 561 434 366 MännerGartly : Males & Females, visionofbritain.org.uk 453 420 481 569 538 512 510 446 468 454 403 355 359 299 Frauen 505 465 498 558 499 478 462 444 460 408 355 329 300 312

Von den 758 im Jahre 1911 verzeichneten Personen waren 403 männlichen und 355 weiblichen Geschlechts. Sie teilten sich auf 147 Familien auf. Von den 154 verzeichneten Häusern waren 146 bewohnt.Scotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)

mini|Panorama über den Ostteil des Parishs Lage und Beschreibung Der Parish Gartly liegt im Westen der Council Area beziehungsweise der traditionellen Grafschaft Aberdeenshire. Historisch handelte es sich um einen Grenzparish zur benachbarten Grafschaft Banffshire. Heute besitzt Gartly einen kurze Grenze zur benachbarten Council Area Moray. Der Parish umfasst die nordöstlichen Ausläufer der Cairngorms und ist insbesondere im Westen und Süden hügelig. Der 525 Meter hohe Muckle Black Hill auf der Grenze zum Nachbarparish markiert den höchsten Punkt Gartlys. Das namensgebende Dorf Gartly ist die einzige signifikante Siedlung innerhalb der Parishgrenzen. Der Bogie durchfließt den Parish in Nord-Süd-Richtung und teilt ihn nahezu mittig. Über kurze Strecken markiert er sowohl seine Nord- als auch Südgrenze. Fast sämtliche Bäche innerhalb der Parishgrenzen, darunter der Ness Bogie und das Kirkney Water fließen dem Bogie zu. Über signifikante Seeflächen verfügt Gartly nicht.Karte der Ordnance Survey

Es steht im Wesentlichen Grauwacke an, die von Schichten aus Kalkstein und grauem bis bläulich-grünlichem Tonschiefer durchsetzt ist. Entlang des Kirkney Waters ist auch Basalt anzutreffen. In der Ebene des Bogie liegen fruchtbare Tonböden vor. Anderenorts sind hingegen helle Sandböden sowie moorige Wiesen zu finden.

Es umgeben die Parishes Drumblade, Glass, Huntly, Insch, Kennethmont und Rhynie in Aberdeenshire sowie Cabrach in Moray. Der Parish umfasst eine Fläche von 73,0 Quadratkilometern. Die von Dinnet nach Banff durch das Bogie-Tal führende A97 ist die Hauptverkehrsstraße des Parishs. 1854 erhielt Gartly im Zuge des Baus der Bahnstrecke Aberdeen–Inverness, die durch das Bogie-Tal führt, einen Bahnhof. Während die Bahnstrecke weiterhin in Betrieb ist, wurde der Bahnhof 1968 für den Personenverkehr geschlossen und schließlich 1973 vollständig aufgelassen.Gartly, railscot.co.uk

Einzelnachweise

Weblinks

Records for Gartly, scotlandspeople.gov.uk

Kategorie:Civil Parish in Aberdeenshire