mini|Luftgestartete CJ-20 Die Cháng Jiàn 10 (CJ-10) ist ein chinesischer Marschflugkörper, welcher auf dem sowjetischen Ch-55 basiert. Berichten zufolge wird er von der China Aerospace Science and Industry Corporation und der China Haiying Electro-Mechanical Technology Academy hergestellt.
Entwicklungsgeschichte Über den Zeitraum der Entwicklung ist wenig bekannt, ursprünglich wurde der CJ-10 von westlichen Medien und Analysten als DH-10 identifiziert. In den Berichten des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten wurde bis 2011 die Bezeichnung „DH-10“ verwendet und ab 2012 „CJ-10“. Das Center for Strategic and International Studies geht davon aus, dass der CJ-10 zur Hongniao-Raketenfamilie gehört. Der Erstflug fand im Jahr 2001 statt, weitere Erprobungen folgten ab 2003. Seit 2006 steht der Marschflugkörper im Dienst der Volksbefreiungsarmee.
Design und Entwicklung mini|CJ-10 auf WS2400 TEL Die Entwicklung der CJ-10 basiert möglicherweise erheblich vom Erwerb sowjetischer und NATO-Raketentechnologie durch China in den 1990er-Jahren. Dazu gehörten insbesondere die Ch-55 (erworben aus der Ukraine) sowie der Tomahawk, welche bei Einsätzen im Irak sowie Serbien teilweise nicht explodierten und anschließend geborgen wurden. Ein russisches Dokument aus dem Jahr 1995 deutete darauf hin, dass eine komplette Produktionsanlage nach Shanghai verlegt worden war, um dort einen atomar bestückbaren Marschflugkörper zu entwickeln. Ursprünglich wurde angenommen, dass dieses Projekt auf der Raduga Ch-15 basierte, heute scheint es, als sei stattdessen die Ch-55 an China übergeben worden.
In einer Ausgabe des Fachmagazins Joint Force Quarterly vom September 2014 beschrieb ein Artikel die CJ-10 als Unterschall-Marschflugkörper mit einer Reichweite von über 1.500 km und einer Nutzlast von 500 kg. Dem Artikel zufolge verfügt die Lenkwaffe über ein Trägheitsnavigationssystem, Satellitennavigation, Geländekonturabgleich und wahrscheinlich auch einem digitalen Bildabgleichs-Verfahren für die Endphasenlenkung. Als Startplattformen werden Kriegsschiffe und mobile Startfahrzeuge aufgeführt.
Erste Erprobungen wurden ab 2003 durchgeführt, 2012 folgten Tests bezüglich maritimer Einsätze auf dem Testschiff Bi-Sheng.
Nach einer Schätzung der USA aus dem Jahr 2008 sollen 50–250 Raketen im Dienst der Chinesischen Streitkräfte stehen, diese Zahl wurde 2009 auf 150–350 erhöht.
Varianten mini|CJ-20A, an der inneren Startschiene auf einem H-6K Bomber montiert CJ-10: Basisversion, auch bekannt aus DH-10 mit 2000 km Reichweite CJ-10A: Erweiterte Stealthteigenschaften sowie verbesserte Präzision DH-2000: Hyperschallversion der CJ-10A CJ-10K: Luftgestartete der CJ-10 Version mit 1500 km Reichweite CJ-20: Luftgestartete Version der CJ-10A mit 1500–2000 km Reichweite YJ-100: Seezielflugkörper mit 800 km Reichweite CJ-20A: Verbesserte Version der CJ-20
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Kategorie:Militärische Ausrüstung (Volksrepublik China) Kategorie:Marschflugkörper