Roland Möller (* 17. Dezember 1940 in Gotha; † 2008) war ein deutscher Keramiker.
Leben und Werk Möller absolvierte von 1956 bis 1959 eine Lehre als Gürtler und besuchte von 1959 bis zum Abitur 1962 die Arbeiter- und Bauernfakultät an der Deutschen Hochschule für Körperkultur Leipzig. Von 1962 bis 1964 macht er ein Lehrerstudium für Sport und Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale. Danach arbeitete er als Lehrer in Hedersleben und Aschersleben. In dieser Zeit nahm er an einem Keramikzirkel des Bildnerischen Volksschaffens teil. 1970/1971 machte er bei Werner Schulze in Crinitz eine Lehre als Töpfer. Von 1971 bis 1975 studierte er bei Lothar Zitzmann, Martin Wetzel, Bernd Göbel, Lothar Sell und Gertrud Möhwald an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein. Seit dem Studienabschluss arbeitete er freischaffend als Keramiker, anfangs in Aschersleben und ab 1976 mit seiner Ehefrau, der Keramikerin Brigitte Möller vom Böckel (* 1946), in Wolde-Schmiedenfelde. Er schuf neben gefäßkeramischen Arbeiten eine Anzahl von architekturbezogenen Werken und Werken im öffentlichen Raum. 1977 nahm er am Keramiksymposium in Bechyne und 1981 am Internationalen Keramiksymposium Römhild „Raumgestaltung und Gefäß“ teil. Er hatte in der DDR seit 1975 eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und war 1979 und 1982 auf den Bezirkskunstausstellungen Neubrandenburg sowie 1982/1983 und 1987/1988 auf der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden vertreten.
Ab 1990 betrieb Möller mit seiner Frau im Gutshaus Schmiedenfelde eine Galerie. Er war mit ihr im Jahr 2000 maßgeblich an der Gründung des Vereins kunstGUT Schmiedenfelde e.V. beteiligt, der sich 2010 auflöste.
Mitgliedschaften
bis 1990: Verband Bildender Künstler der DDR ab 1990: Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V.
Beispiele für Werke im öffentlichen Raum
Strukturwand (um 1982; dekorative Keramik, 3,50 × 4,00 m; Potsdam, Fußgängerbereich der heutigen Brandenburger Straße) Brunnenlandschaft (1984; Keramik, glasiert; mit dem Designer Joachim Götze, geb. 1949; Prenzlau, Pausenhof des damaligen VEB Maschinen- und Armaturenwerk) Kunstmauer (1991; gestaltete Mauer aus Ziegelsteinen, Länge 50 m; mit der Tochter Miriam Möller; Altentreptow; Auftragswerk der Stadt und der Molkerei Altentreptow; wohl weitgehend abgerissen)
Ausstellung nach der deutschen Wiedervereinigung
1999: Schwerin: Landesweite Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern
Literatur
Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 612
Weblink
easydb.archive Archivunterlagen in der Akademie der Künste
Einzelnachweise
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