Die Gemeine Goldschwebfliege (Ferdinandea cuprea) ist eine Fliege aus der Familie der Schwebfliegen (Syrphidae). Die Art wurde 1763 von dem italienischen Entomologen Giovanni Antonio Scopoli als Conops cupreus erstmals beschrieben. Das lateinische Art-Epitheton cuprea bedeutet „kupferfarben“. Neben Ferdinandea cuprea ist die Gattung Ferdinandea in Mitteleuropa noch mit Ferdinandea ruficornis vertreten.

Taxonomie In der Literatur findet man folgende Synonyme von Ferdinandea cuprea: Chrysochlamys nigrifrons , 1860 Conops cupreus , 1763 Dideoides eizoi , 2001 Ferdinandea nigrifrons (, 1860) Ferdinandea rutilo (, 1780) Ferdinandea suzukii , 1916 Musca nitens , 1789 Musca rutilo , 1780

Merkmale Die Fliegen sind zwischen 8 und 12 mm lang. Die Art zeigt wie viele andere Schwebfliegen einen charakteristischen Geschlechtsdimorphismus. Die Facettenaugen der Männchen berühren sich auf der Stirn, während die der Weibchen deutlich getrennt sind. Der graue Thorax weist drei breite dunkle Längsstreifen auf. Das Scutellum ist hellbraun. Typisch für die Gattung befinden sich am Mesonotum und am Scutellum des Thorax kräftige lange Randborsten. Der metallisch grüne Hinterleib hat eine gelbe Behaarung und erhält dadurch einen Gold- oder Kupferglanz. Die schlanken Beine sind mit Ausnahme der Coxae hell gelbrot gefärbt. Die Flügelwurzel ist gelblich gefärbt. Nahe der Costa verläuft eine gelblich gefärbte schmale Flügelzelle in Längsrichtung. Entlang den Queradern befinden sich schwarze Flecke.

Verwechslungsart Ferdinandea ruficornis – etwas kleiner; hat eine kürzere und weniger auffällige Körperbehaarung; der Hinterleib erscheint annähernd schwarz; besitzt normalerweise keine (schwarze) Borsten entlang der Schäfte der Tibien; hat hellere Ariste (Fühlerborsten).

Verbreitung Ferdinandea cuprea hat eine transpaläarktische Verbreitung. Die Art ist in Europa weit verbreitet. Ostwärts gibt es Funde im europäischen Teil Russlands, im Kaukasus sowie bis in den Nordwesten des Iran. Weiterhin gibt es einen Nachweis aus Sibirien, aus dem Fernen Osten Russlands und aus China sowie zahlreiche Nachweise aus Japan und Korea.

Lebensweise Ferdinandea cuprea kommt in verschiedensten Lebensräumen vor, darunter Wälder (sowohl alte Bestände als auch Sekundärwälder), Weidewälder und landwirtschaftliche Flächen mit alten Bäumen. Die Larven entwickeln sich in saftenden Wunden an Bäumen. Die Imagines fliegen von März bis Oktober. Man kann sie beim Besuch von Blüten (darunter Hahnenfuß, Disteln, Flockenblumen, Skabiosen und Efeu) beobachten.

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