Dworek () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Morąg im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage Dworek liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer nördlich der Stadt Morąg bzw. 33 Kilometer nordwestlich der heutigen Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Das einstige Inrücken, gerne wohl auch Gütchen genannt, war ein mit dem Gut Reichertswalde im Kreis Mohrungen eng verbundenes Vorwerk.Dietrich Lange: Inrücken, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1785 wurde es als „adlig Vorwerk“ mit vier Feuerstellen erwähnt, im Jahre 1820 als ebensolches bei zwei Feuerstellen mit 20 Einwohnern.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Inrücken Im Jahre 1874 wurde Inrücken als Vorwerk und Ortsteil des Gutsbezirks Reichertswalde in den Amtsbezirk Reichertswalde eingegliedert, und innerhalb dessen am 30. September 1928 in die Landgemeinde Reichertswalde eingemeindet.Rolf Jehke: Amtsbezirk Reichertswalde

Die Zahl der Einwohner Inrückens belief sich 1885 auf 44, 1905 auf 26.

Als in Kriegsfolge 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Inrücken die polnische Namensform „Dworek“. Das Dorf gehört jetzt zur Gmina Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Es gibt heute keine Gebäude im Ort.

Religion Bis 1945 war Inrücken in den Sprengel Kahlau der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Kahlau-Hagenau eingegliedert, der dem Superintendenturbezirk Mohrungen im gleichnamigen Kirchenkreis innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union zugeordnet war.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 Außerdem gehörte das Dorf zur römisch-katholischen Pfarrei in Liebstadt im Dekanat Wormditt des damaligen Bistums Ermland.

Heute gehört Dworek evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, katholischerseits zur Kirche in Kalnik im Dekanat Morąg des jetzigen Bistums Elbląg.

Verkehr Dworek liegt an einer Landwegverbindung, die bei Kalnik von der Woiwodschaftsstraße 527 (einstige deutsche Reichsstraße 133) abzweigt und bis nach Markowo führt. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg