Donal Joseph O’Sullivan (, * 24. Dezember 1893 in Liverpool, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland; † 15. April 1973 in Dublin, Irland) war ein irischer Musikwissenschaftler und Politiker. Er war von September 1943 bis August 1944 Mitglied des Seanad Éireann, des Oberhauses des irischen Parlaments (Oireachtas).
Biografie O’Sullivan war im Ersten Weltkrieg Offizier auf einem britischen Minenräumer. Nach dem Krieg kehrte er in die Zivilverwaltung nach Dublin zurück. Dort wurde er 1922 als Barrister zur Rechtsanwaltschaft zugelassen. Von 1922 bis 1936 war er Clerk of the Seanad, d. h. höchster Beamter in der Verwaltung des Seanad des irischen Freistaats und Berater des Cathaoirleach. Während er sich zunächst mit der Geschichte der Folkmusik in seiner Freizeit betätigt hatte, beschäftigte er sich ab 1936 intensiv mit der Forschung zu diesem Thema. O’Sullivan war bereits 1929 Mitglied der Royal Irish Academy geworden. Er schrieb diverse Essays unter dem Pseudonym Outis. Er wurde 1943 über die Kultur- und Bildungsliste in den 4. Seanad Éireann gewählt. Bei den Wahlen zum 5. Seanad 1944 verlor er seinen Sitz wieder. Ab 1949 war er Hochschullehrer am Trinity College Dublin (bis 1965) für Internationale Studien. Er leitete von 1951 bis 1962 das Institut für Studien zur irischen Folkmusik am University College Dublin. Ab 1965 wurde die Forschungsprofessur am Trinity College eingerichtet.
Seit 1925 war er mit Jeannie Horgan verheiratet.
Werke (Auswahl) The Bunting Collection Bunting's ancient music of Ireland. 3 Bände. The Irish Free State and its senate: a study in contemporary politics, 1940 The spice of life and other essays, 1948. Irish folk music and song, 1952. Carolan: The life times and music of an Irish harper, 1958.
Weblinks Eintrag auf der Seite des Oireachtas Eintrag im Dictionary of Irish Biography
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