mini|Christoph Brockhaus, 2011 Christoph Brockhaus (* 24. August 1944 in Lübeck) ist ein deutscher Kunsthistoriker. Er war zwischen 1985 und 2010 Direktor des Lehmbruck Museums Duisburg.

Leben Christoph Brockhaus wurde am 24. August 1944 in Lübeck geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie, Philosophie und vergleichende Religionswissenschaft an den Universitäten Hamburg und Wien, war außerdem als Stipendiat in Austin, Texas und in Heidelberg. Das Studium schloss er mit einer Promotion über das grafische Werk des österreichischen Künstlers Alfred Kubin ab. Anschließend übernahm er eine Position am Schiller College, der heutigen Schiller International University im US-amerikanischen Tampa und in Heidelberg.

In Ludwigshafen am Rhein wurde Brockhaus Wissenschaftlicher Mitarbeiter am neu gegründeten Wilhelm-Hack-Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Anschließend folgte im Jahr 1975 eine Station in Köln. Hier wurde er Leiter der Grafik- und Fotosammlung des Museums Ludwig. Daneben übernahm er den Posten eines Sonderbeauftragten für den Neubau des Wallraf-Richartz-Museums/Museum Ludwig. Im Jahr 1985 wurde er Direktor des Lehmbruck Museums in Duisburg. Er löste Siegfried Salzmann ab, der einen Posten in Bremen übernahm.

Unter Christoph Brockhaus internationalisierte sich die Sammlung des Lehmbruck Museums. Er wandte sich nach dem Ende des Ostblocks früh der skulpturalen Kunst Osteuropas zu. So kuratierte er die in Bonn gezeigte Schau „Europa-Europa“. Das Lehmbruck Museum wurde unter dem Direktor Brockhaus erweitert, der Altbau außerdem saniert. Daneben förderte er die Einrichtung einer museumspädagogischen Stelle im Museum. Brockhaus überführte die Sammlung des Museums in eine Stiftung und verdreifachte die Bestände. 2010 ging Brockhaus schließlich in den Ruhestand.Peter Klucken: Früherer Direktor des Lembruck-Museums Christoph Brockhaus wird 75, RP (2019), abgerufen am 10. Juni 2026.Kunstforum: Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg, abgerufen am 10. Juni 2026.Peter Klucken: Ex-Direktor des Lehmbruck-Museums wird 80, RP (2024), abgerufen am 10. Juni 2026.

Werke (Auswahl) Als Autor mit Hans Albert Peters: Alfred Kubin. Das zeichnerische Frühwerk bis 1904. Baden-Baden 1977. mit Richard W. Gassen: Kunst des Mittelalters. Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen am Rhein. Stiftung u. Leihgaben Wilhelm Hack. Pfälzische Verlagsanstalt, Neustadt an der Weinstraße 1979. Kulturräume: Skulptur seit 1970, Joseph Beuys, Belu-Simion Fainaru, Lutz Fritsch, Palle Seiersen Frost, Dani Karavan. DuMont, Köln 1999, ISBN 3-7701-5048-1. mit Gottlieb Leinz: Nam June Paik. Fluxus und Videoskulptur. Stiftung Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg 2002, ISBN 978-3-89279-583-4. mit Gerhard Auer: Stadtlicht – Lichtkunst. Ein Projekt der Initiative Stadtbaukultur des Landes Nordrhein-Westfalen. Wienand, Köln 2004, ISBN 978-3-87909-852-1. mit Gottlieb Leinz: Lehmbruck, Rodin und Maillol. Wienand, Köln 2005, ISBN 978-3-87909-872-9. mit Konrad Schilling: Kurt Sandweg. Das Lebenswerk. Eine Retrospektive. Wohlfarth Verlag, Duisburg 2005, ISBN 978-3-87463-389-5. „..., wie haben Sie denn das gemacht?“ Museumspädagogik an Kunstmuseen in Duisburg und NRW. Stiftung Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg 2007, ISBN 978-3-89279-630-5. Wilhelm Lehmbruck Museum. Zentrum internationaler Skulptur. Prestel-Verlag, München, London, New York 2010, ISBN 978-3-79132-111-0.

Als Herausgeber Die Beschwörung des Kosmos. Europäische Bronzen der Renaissance. Duisburg 1994, ISBN 978-3-89279-046-4. Stadtbild Duisburg. Identität, Wandel und Vision. Plitt Verlag, Oberhausen 1999, ISBN 3-89279-552-5. Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.Deutsche Digitale Bibliothek: Christoph Brockhaus, abgerufen am 10. Juni 2026.

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