mini|Thomas Kennedy (1933) Thomas Kennedy (* 1887; † 18. September 1947) war ein irischer Gewerkschafter und Politiker der Irish Labour Party. Er war von September 1934 bis Mai 1936 und von September 1943 bis zu seinem Tod im September 1947 Mitglied des Seanad Éireann, des Oberhauses des irischen Parlaments (Oireachtas).
Biografie Kennedy arbeitete in einer Lederkofferfabrik in Schottland. Dort traf er auf James Larkin und nahm dessen Ideen auf. Als er nach Irland zurückkehrte, trat er der Socialist Party of Ireland von James Connolly bei.
Gewerkschaft 1913 wurde er auch Mitglied der Irish Transport and General Workers’ Union (ITGWU). Dort arbeitete er eng mit William O’Brien zusammen. Er war für den Ersten Dáil Éireann tätig. Von 1920 bis 1924 wurde er in die Dublin Corporation gewählt. In der Labour Party wurde er 1923 Vizevorsitzender. Von 1924 an war er Vizepräsident der ITGWU und ab 1939 deren Präsident (bis 1946). 1947 war er Präsident des irischen Gewerkschaftskongresses. 1935 organisierte Kennedy den Dubliner Streik der ca. 3000 Bus- und Straßenbahnbediensteten. Die Dauer des Streiks war ohne Beispiel. Im gleichen Jahr wurde auf dem Gewerkschaftskongress die Reaktion der Regierung auf die steigende Arbeitslosigkeit männlicher Erwerbsfähiger diskutiert. Diese hatte nämlich die Beschäftigung von Frauen in der Industrie unter einen Genehmigungsvorbehalt gestellt. Kennedy unterstützte diesen Kurs, den der Arbeitsminister Seán Lemass geschaffen hatte, und erhielt während des Kongresses erheblichen Widerspruch durch weibliche Gewerkschaftsvertreter, insbesondere Helena Molony. Während der Notstandsjahre des Zweiten Weltkriegs (The Emergency) näherte sich die ITGWU der Regierung unter Éamon de Valera an. Gemeinsam wurde eine Reform des Gewerkschaftsrechts verhandelt. Das Arrangement mit der irischen Regierung führte zu einer Abkehr von zahlreichen Gewerkschaftsmitgliedern der ITGWU. Kennedy hatte sich selbst zu einem Antikommunisten entwickelt. Als O’Brien mit der Gründung der National Labour Party sich von der Labour Party selbst abspaltete, unterstützte ihn Kennedy. Politik Kennedy wurde 1934 auf neun Jahre in den Seanad Éireann des irischen Freistaats gewählt. Dieser wurde 1936 abgeschafft und so verlor auch Kennedy dieses Mandat. Als mit der irischen Verfassung von 1937 der Seanad neugeschaffen wurde, kandidierte er 1938 erneut für den Seanad, wurde jedoch nicht gewählt. Erst mit der Wahl zum 4. Seanad 1943, konnte er über die Arbeitsliste in den Seanad einziehen. Diesen Sitz verteidigte er bei der Wahl zum 5. Seanad 1944. Noch vor Ende der eigentlichen Amtszeit verstarb Kennedy im September 1947.
Privates Kennedys Sohn Fintan († 1984) war ebenfalls Gewerkschafter und Senator.
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