Gabriella Fekete (* 1944 in Budapest; † 16. September 2025Seewerk: Nachruf Gabriella Fekete, abgerufen am 10. Juni 2026. in Moers) war eine ungarisch-deutsche Bildhauerin.

Leben Gabriella Fekete wurde im Jahr 1944 in der ungarischen Hauptstadt Budapest geboren. Ab 1960 besuchte sie dort das Abendgymnasium, das sie 1964 mit dem Abitur abschloss. Im gleichen Jahr verließ sie Ungarn und ließ sich anschließend für einige Monate in Wien nieder. Ab 1965 lebte sie in der Bundesrepublik Deutschland. Nach einem Aufenthalt in Paris nahm sie im Jahr 1969 ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf auf. Hier gehörten der Grafiker Rolf Sackenheim genauso zu ihren Lehrern wie die Bildhauer Manfred Sieler, Norbert Kricke und Irmin Kamp.

Zwischen 1973 und 1974 war sie Meisterschülerin von Rolf Sackenheim in Düsseldorf. Fekete schloss 1975 ihre Ausbildung ab. Im gleichen Jahr erhielt sie ein Stipendium des Wissenschaftsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen für die Cité Internationale des Arts Paris. Ein Jahr später wurde sie Lehmbruck-Stipendiatin der Stadt Duisburg. Sie ließ sich in Duisburg nieder und richtete ein Atelier im Dreigiebelhaus in der Altstadt ein. Zwischen 1979 und 1981 betrieb sie ein Atelier in Rheinhausen.Gabriella Fekete: Vita, abgerufen am 10. Juni 2026. Fekete war Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler.

Im Jahr 1982 übernahm sie ein Atelier im Künstlerhaus Duisburg-Baerl. Im Jahr 1989 wurde sie mit dem 2. Preis des Duisburger Kunstpreises der Nixdorf AG ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt sie den Kunstpreis der ungarischen Stadt Győr. 1992 hielt sie sich im Rahmen eines Studienaufenthalts im schweizerischen Künstlerhaus Boswil auf. Im Jahr 1996 folgte ein Stipendium des Künstlerhauses Schloss Balmoral, Bad Ems.Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 318 f. Zuletzt lebte Fekete auf dem Gelände des Moerser Seewerks, wo sie auch ein Atelier betrieb. Hier starb sie am 16. September 2025. Ihr Nachlass wird von der IntAkt – Internationale Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen in Wien aufbewahrt.Basis-Wien: Materialien: Gabriella Fekete, abgerufen am 10. Juni 2026.

Werke (Auswahl) Gabriella Fekete arbeitete als Bildhauerin. Erste eigenständige Arbeiten sind in den 1970er Jahren nachweisbar. Zunächst entstanden in Ton geformte und in Polyester gegossene Torsi. Anschließend stellte sie größere Serien her, die in den Raum hineinwirkten. In den 1980er Jahren abstrahierte die Künstlerin ihre Arbeiten weiter. Insbesondere die für Schulhöfe geschaffenen Figuren, sollten die Schüler zum Klettern und Versteckenspielen anregen. Immer wieder griff sie auch auf Gips zurück und experimentierte mit Negativ- und Positivformen. Eine Vielzahl ihrer Skulpturen finden sich noch heute im öffentlichen Raum, insbesondere in Duisburg und anderen nordrhein-westfälischen Städten.Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 116. mini|Begehbare Spuren in Duisburg Kunst im öffentlichen Raum 1978, Drei Rote Balken, Düsseldorf-GolzheimKulturraum NRW: Skulpturen: Drei Rote Balken, abgerufen am 10. Juni 2026. 1979 und 2011, Skulpturlandschaft, Duisburg-Neumühl 1979, Begehbare Spuren, Landfermann-Gymnasium Duisburg 1981, Zeittafel im Biegerpark, Duisburg-HuckingenAnne Horstmeier: Künstlerin Gabriella Fekete beim Zeichnen zusehen, WAZ (2017), abgerufen am 10. Juni 2026. 1984, Skulpturhof Nr. 3, Bochum-Langendreer 1988, Fixpunkt der Meditation, TroisdorfKulturraum NRW: Skulpturen: Fixpunkt der Meditation, abgerufen am 10. Juni 2026. 1999, Erfahrbare Wände, Duisburg-KaßlerfeldStadt Duisburg: Kunstwerke im öffentlichen Raum: Erfahrbare Wände, abgerufen am 10. Juni 2026. 2013, Fanal gegen das Leid, Moers

Literatur Christoph Brockhaus: Acht Duisburger Künstlerinnen. Hildegard Bauschlicher, Sigrid Beuting, Hetty Bresser, Gabriella Fekete, Ingrid Gibbels, Britta Lauer, Edith Oellers-Teuber, Gisela Schneider-Gehrke. Das Museum, Duisburg 1986. Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.

Weblinks

Offizielle Website der Künstlerin BBK Düsseldorf: Gabriella Fekete

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Duisburg) Kategorie:Person (Moers) Kategorie:Ungarischer Emigrant in Deutschland Kategorie:Ungar Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1944 Kategorie:Gestorben 2025 Kategorie:Frau