Heuwetter – Geschichten aus Hohenselchow 1972 und 1963 ist ein DEFA-Dokumentarfilm von Gitta Nickel von 1972.

Inhalt Gezeigt wird das Leben in Hohenselchow in der Uckermark und dessen Vorzeige-LPG. Es sind auch Ausschnitte aus früheren Aufnahmen von 1963 zu sehen, als sich Bauern in einem Wirthausgespräch mit dem LPG-Vorsitzenden und dem SED-Bezirkssekretär wütend über sinkende Arbeitsmoral und Alkoholismus nach der Zwangskollektivierung äußerten.

Hintergründe Heuwetter sollte die Entwicklung des Dorfes Hohenselchow von schwierigen Zuständen mit morastigen Wegen zu einem Vorzeigedorf mit gepflasterter Straße und höchster Milchproduktion des Kreises zeigen. Seine Brisanz erhält der Film aber durch die ungefilterten Aufnahmen von Gitta Nickels zeitweisem Ehemann Karl Gass von 1963, die damals nicht gezeigt werden durften.Heuwetter Filmportal

Der Film hatte seine Uraufführung bei der Berlinale am 15. November 1972 und wurde kurz danach beim Dokumentarfilmfestival in Leipzig gezeigt. Am 15. Dezember kam er in die Kinos der DDR und wurde im folgenden Jahr auch bei den Westdeutschen Kurzfilmtagen in Oberhausen vorgestellt.

Danach lief er unter anderem 2007 im Filmmuseum PotsdamDas Frauenwunder Filmmuseum Potsdam, zum 7. November 2007, Retrospektive zum 50. Leipziger Dokumentarfilmfestival und 2023 im Berliner Kino BabylonDEFA 70. Umsonst Sie + Heuwetter Babylon 2023 .

Auszeichnungen 1972 Internationales Dokumentarfilmfestival Leipzig, Silberne Taube 1973 Westdeutsche Kurzfilmtage Oberhausen, Förderprämie

Literatur Günter Jordan, Gitta Ralf Schenk (Hrsg.): Schwarzweiß und Farbe. DEFA-Dokumentarfilme 1946–92. Berlin 1996. S. 152 Weltbühne, 45/1972, mit Rezension

Weblinks

Heuwetter DEFA-Stiftung

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1972 Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:DDR-Film Kategorie:Landwirtschaft im Film Kategorie:Landwirtschaft (DDR) Kategorie:Hohenselchow-Groß Pinnow