Tommaso Toffoli (geb. 1943 in Montereale Valcellina in Italien) ist ein italienisch-US-amerikanischer Informatiker und Hochschullehrer an der Boston University.

Biografie Im Februar 1967 wurde er von der Universität Rom zum Doktor der Physik promoviert. 1977 erwarb er den Ph.D. in Computer and Communication Sciences an der University of Michigan. Er arbeitete am Massachusetts Institute of Technology von 1977 bis 1995. Seitdem ist er Professor an der Boston University. Seit 2012 ist er IEEE Fellow.

Bekannt ist Toffoli für seine Arbeiten auf dem Gebiet des Reversiblen Computings.

Bei herkömmlichen logischen Operationen, bei denen mehrere Eingangsgrößen zu einer Ausgangsgröße verknüpft werden, wird durch das Löschen von Information nach dem Landauer-Prinzip Energie in Form von Wärme abgegeben. Das ist bei heutigen Computern weniger ein Problem als beim High-Performance Computing (HPC), z. B. durch Quantencomputer. Hier werden Milliarden von Operationen auf Milliarden von Daten angewendet, wobei erhebliche Wärmemengen anfallen. Um das Löschen von Informationen zu vermeiden, könnte Reversibles Computing angewendet werden. D. h., nach jeder Operation erhält man nicht nur das Ergebnis, sondern kann auch rückschließen auf alle ursprünglichen Eingangsgrößen. Toffoli entwarf ein dafür geeignetes Logikgatter, das Toffoli-Gatter, bei dem keine Information verloren geht.

Publikationen

Einzelnachweise

Kategorie:Informatiker Kategorie:Hochschullehrer (Boston University) Kategorie:Italiener Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Mann