Joseph Klarhauser (* 7. Februar 1882 in Haunersdorf; † 4. März 1958 ebenda) war ein deutscher Landwirt und Bürgermeister sowie Mitglied des Bayerischen Landtags.
Leben Joseph Klarhauser absolvierte nach dem Volksschulabschluss eine Lehre im Obstbau und besuchte eine Obstbauschule. Er musste Kriegsdienst leisten und wurde als Unteroffizier entlassen. Nach dem Krieg verdiente er seinen Lebensunterhalt als Staatsstraßenwärter und im Nebenerwerb als Landwirt und war in seinem Heimatort zeitweise als Bürgermeister tätig.
Als Mitglied des Bayerischen Bauernbundes, der 1893 gegründet wurde und die Interessen der Landbevölkerung im Bayerischen Landtag und im Reichstag vertrat, kam er 1918 in den Provisorischen Nationalrat, der nur geringe politische Bedeutung hatte und aus Vertretern der Parteien sowie der Gewerkschaften, der Eisenbahner und der Berufs- und Interessenverbände bestand. Im Dezember 1918 gehörte er als Delegierter in der Fraktion der Vereinigten Revolutionäre dem 1. Rätekongress in Berlin an. Am 12. März 1919 lud der Bauernbund zu einer „Großen Volksversammlung“ in Vilshofen ein. Prominente Politiker waren wegen der politischen Ereignisse (Ermordung des Ministerpräsidenten Kurt Eisner) unabkömmlich und nahmen nicht an der Veranstaltung teil. So trat Klarhauser vor mehr als tausend Zuhörern auf die Bühne. Geschichte der CSU; 1919 gab es die erste Große Volksversammlung Hat die CSU den Politischen Aschermittwoch erfunden?
Von 1919 an hatte er ein Mandat im 1. Bayerischen Landtag, gewählt im Stimmkreis. Klarhauser blieb bis 1933 in dem Parlament.
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtags (Weimarer Republik, 1. Wahlperiode)
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Einzelnachweise
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