Christiane Wollenhaupt-Brenner, geborene Christiane Brenner (* 24. November 1935 in Berlin; † 1. Mai 2006 Pamela Sommer: Eine starke Frau mit Humor. Die Kasseler Künstlerin Christiane Wollenhaupt-Brenner ist 70-jährig gestorben, in: HNA (Hessisch-Niedersächsische Allgemeine) Kulturkreis Kassel, 9. Mai 2006.) in Kassel war eine deutsche Künstlerin.
Leben und Werk Zwischen 1952 und 1955 besuchte sie die Staatliche Zeichenakademie in Hanau, wo sie fünf Semester lang in Silberschmieden und Ziselieren ausgebildet wurde. Von 1955 bis 1956 besuchte sie die Akademie der Bildenden Künste München, wo sie ihre Ausbildung im Silberschmieden über weitere zwei Semester erweitern konnteBBK Kassel-Nordhessen e.V. und Walter Raacke (Hrsg.): 40 Jahre BBK in Kassel. Kassel 1988. In Herrsching am Ammersee absolvierte sie ein Praktikum für Mosaik- und Wandgestaltung. Ab 1956 wohnte sie in Kassel, wo sie zeitweise eine eigene Werkstatt für Mosaik sowie Glas- und Betonfensterentwürfe unterhielt.BBK Kassel-Nordhessen e.V. und Walter Raacke (Hrsg.): 40 Jahre BBK in Kassel, Kassel 1988.
Von Christiane Wollenhaupt-Brenner stammen unter anderem ein Mosaikaltar sowie ein Taufbecken in der Kasseler Martinskirche. Thema des Mosaikaltars ist die „Große Apokalypse“.Zwei Kirchen unter einem Dach. In: Hessische Allgemeine vom 31. Mai 1958.blick in die kirche, Heft 6. Dezember 1969, S. 34–35. Für die Ludwigshafener Lukaskirche entstand 1961 ein in die Wand eingelassenes Mosaik mit dem Thema „Der verlorene Sohn“ Mosaik-Altarbild für die protestantische Lukaskirche, In: Die Rheinpfalz(?), o. D. 1961. Kunst in Ludwigshafens Kirchen und Kapellen. In: Die Rheinpfalz, 24. Dezember 1964.. 1963 entstand für die Kasseler Kreuzkirche mit dem Titel „Das große Abendmahl“.Kreuzkirche hat ein neues Altarbild. In: Hessische Allgemeine, 12. November 1963. Im selben Jahr schuf sie für die Kasseler Dreifaltigkeitskirche einen Mosaikaltar, der das Thema "Vor dem Throne Gottes hat.Vor dem Throne Gottes. In: Pfarramt der Evangelischen Kirchengemeinde der Dreifaltigkeitskirche (Hrsg.): Das Wort der Heiligen Schrift (Gemeindebrief), Nr. 65 (Mai 1964), S. 4–6. Von ihr entworfene Bleiglasfenster befinden sich unter anderem in der Evangelischen Kirche Hundelshausen Gustav Ohlendorf: Hundelshäuser Besonderheiten: Einblicke in das Dorf, seine Umgebung und Geschichte, Duderstadt: Mecke, 2012, S. 135. Leider erwähnt Ohlendorf nur, dass der Pfarrer Hellmuth Eisenberg eine „Kasseler Künstlerin“ gewann., Cornberg, Mönchehof, Nassenerfurth, Altena, Rotenburg, St. Michael (Breitenbach), HochmahleChristiane Wollenhaupt-Brenner: Zur Gestaltung der Kirchenfenster mit dem Thema: Die fünf Heilstaten Gottes. In: Evang. Kirchengemeinde, Rotenburg a. d. Fulda (Hrsg.): Festschrift Martin Luther-Kirche und Gemeindezentrum Hochmahle, Frankfurt/Main 1964, S. 27–28. und Herfa. Besonders hervorzuheben ist das Apsisfenster in der Klosterkirche in Lippoldsberg, das im Zuge der Umgestaltungen der Kirche in den Jahren 1957 bis 1959 entstand Landkreis Kassel. Wahlsburg-Lippoldsberg, Klosterkirche: Stellungnahme zum Denkmalwert der 1950er Ausstattung, insbesondere des Apsisfensters vom 10. August 2006 (Ungedruckte Quelle im Besitz der Nachlassverwalterin)..
Seit den späten 1960er Jahren schuf sie hauptsächlich Farblinolschnitte und Holzschnitte, die häufig moderne Interpretationen häufig mittelalterlicher und frühneuzeitlicher illustrierter Werke zum Thema hatten. Darunter befinden sich die Handschriften „Book of Kells“, „Beatus-Apokalypse“, die beide aus dem 8. Jahrhundert stammen. Weitere wichtige Vorbilder stammen aus Inkunabeln wie zum Beispiel die Holzschnitte aus dem ersten Ulmer Druck von 1483 aus „Bidpai – Das Buch der Beispiele “sowie Sebastian Brandts „Narrenschiff“ und die Grüninger-Ausgabe des „Ulenspiegel“ von 1515.
Christiane Wollenhaupt-Brenner war unter anderem in Ausstellungen in Kassel, Gütersloh, Bad Pyrmont und Amsterdam Fanny Kelk: beeldende kunst in amsterdam: Keramiek. Galerie Guido de Spa, Tweede Weteringdwarstraat 34, tot 7 september, keramische plastieken van Marja Hooft en grafiek van de „Gruppe R5“ uit Kassel. In: het parool 31. August 1973. vertreten. Sie war Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, Regionalverband Kassel-Nordhessen e.V.Landesausstellung’91 des Bundesverbandes Bildender Künstler. 1. – 22. September 1991, Alte Brüderkirche Kassel, Kassel 1991.
Literatur Evang. Kirchengemeinde, Rotenburg a. d. Fulda (Hrsg.): Festschrift Martin Luther-Kirche und Gemeindezentrum Hochmahle, Frankfurt/Main 1964. Pfarramt der Evangelischen Kirchengemeinde der Dreifaltigkeitskirche (Hrsg.): Das Wort der Heiligen Schrift (Gemeindebrief), Nr. 65 / Mai 1964, S. 4–6. Verlag Ev. Medienverband Kassel (Hrsg.): Die Kirche Sankt Martin in Kassel, Kassel 1994, ISBN 3-89-477968-3. Das Gleichnis vom Großen Abendmahl. Begleittext der Ev. Kreuzkirche in Kassel. Sankt Martin in: Kassel, Kassel o. J. August Schwab: Das neue Gotteshaus und die Gemeinde, Druckfahne o. J. blick in die kirche, Heft 6. Dezember 1969.
Weblinks
Nachlasswebsite der Künstlerin Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, Regionalverband Kassel-Nordhessen e.V.
Einzelnachweise
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