mini|hochkant|Gloria Dubner (2018) Gloria Mabel Dubner (* 5. Mai 1950 in Chajarí, Argentinien) ist eine argentinische Astrophysikerin, die ihren Forschungsschwerpunkt in der Untersuchung von Supernovaüberresten hat.

Karriere Dubner absolvierte ihr Physik-Studium im April 1974 an der Universidad de Buenos Aires. Zwischen 1975 und 1987 arbeitete sie am Argentinischen Institut für Radioastronomie. Im Juni 1982 wurde sie an der National University of La Plata promoviert. 1988 wechselte sie an das Instituto de Astronomía y Física del Espacio (IAFE). 1997 wurde sie als Forscherin des Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas berufen und setzte ihre Untersuchungen an Supernovae fort. 2009 wurde sie zum Director des IAFE ernannt und übernahm auch die Position als Director der Supernovas and Interstellar Environment Group.

Forschungsbeiträge Dubner nahm an einer Anzahl internationaler Gemeinschaftsprojekte zur Untersuchung von Supernovaüberresten teil. Beispielsweise wurden sie und ihre amerikanischen Mitarbeiter Frank Winkler und W. Miller Gross 1994 mit einem Forschungsstipendium der National Science Foundation ausgestattet, um die sich ausbreitende Gashülle zu visualisieren, die nach der Explosion eines Sterns übrigbleibt. Dazu verwendeten sie Daten, die mit Radioteleskopen in den USA und Argentinien gesammelt wurden.

mini|Darstellung des Krebsnebels unter Verwendung von fünf verschiedenen Wellenlängenbereichen Beginnend 2015 leitete Dubner eine Zusammenarbeit zwischen fünf Observatorien, die zur Erstellung des detailliertesten Abbilds des Krebsnebels führte, einer hellen Supernovaexplosion, die von chinesischen Astronomen im Jahre 1054 beobachtet wurde. Die Zusammenarbeit benutzte Daten verschiedener Wellenlängen, um ein Gesamtbild unter Verwendung von Daten folgender Quellen zu schaffen: Daten im infraroten Bereich, die vom Spitzer Space Telescope des NASA Jet Propulsion Laboratory gesammelt wurden, Daten im sichtbaren Spektrum vom Hubble Space Telescope, Daten im ultravioletten Bereich vom XMM-Newton, das von der European Space Agency betrieben wird, Radiobilder und Röntgendaten des Chandra X-ray Observatory, und Radiodaten des von der National Radio Astronomy Observatory betriebenen Very Large Array.

Der Asteroid (9515) Dubner wurde am 18. Juni 2008 nach ihr benannt.

Weblinks Ausführlicher Lebenslauf von Gloria M. Dubner (spanisch), mit Publikationsverzeichnis

Einzelnachweise

Kategorie:Astrophysiker Kategorie:Argentinier Kategorie:Geboren 1950 Kategorie:Frau Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden