mini|Hans Lesker: Wilma von Friedrich
Wilma von Friedrich (auch Vilma von Friedrich oder Wilma Edle von Friedrich; * 18. Mai 1869 in Budapest; † 24. März 1963 in Dachau) war eine österreichisch-deutsche Malerin. Sie gehörte zum Umfeld der Künstlerkolonie Dachau und wurde insbesondere durch Tierdarstellungen, Blumenstillleben sowie Arbeiten in Aquarell und Pastell bekannt.
Leben Wilma von Friedrich wurde 1869 als Tochter eines deutsch-österreichischen Generals in Budapest geboren. Ihre Mutter, Marie Prestel, entstammte einer Kupferstecher- und Malerfamilie, zu der unter anderem Johann Gottlieb Prestel und Maria Katharina Prestel gehörten.Ottilie Thiemann-Stoedtner: Wilma von Friedrich. Zum zehnten Todestag der Dachauer Malerin. In: Amperland, 9/1973. Von Friedrich lebte zunächst in Budapest, dann in Wien, in München und ab 1908 in Dachau, wo sie ihre künstlerische Ausbildung an der Malschule von Hans von Hayek erhielt.
Ab 1911 stellte sie regelmäßig im Münchener Glaspalast aus. 1911 widmete ihr der Frankfurter Kunstverein eine eigene Sonderausstellung.Horst Ludwig: Münchner Maler im 19. Jahrhundert. Band 2. Bruckmann, 1981, S. 372. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete von Friedrich als Rote-Kreuz-Schwester in Baden bei Wien und kehrte nach Ende des Krieges wieder nach Dachau zurück. Sie war Mitglied und zeitweise im Vorstand des Münchner Kunstvereins sowie Mitglied in der Luitpold-Gruppe.Andreas Kreutzkam: Die Geschichte der Künstlervereinigung Dachau (KVD). Ein Abriss von den Anfängen 1927 bis 2013 (1. Teil). In: Amperland, 50/2014, S. 191–195. Von Friedrich war mit Hans Lesker befreundet, der sie auch portraitierte.
Ihre Werke befinden sich heute unter anderem in den Bayerischen StaatsgemäldesammlungenWilma von Friedrich in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Abgerufen am 8. Juni 2026. sowie in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München.Wilma von Friedrich auf der Webseite des Lenbachhauses. Abgerufen am 8. Juni 2026.
Ehrungen In Dachau wurde die Wilma-von-Friedrich-Straße nach ihr benannt. Die Straße befindet sich im Stadtteil Udlding und erinnert an ihren Beitrag zur Kunstgeschichte der Stadt. 1944 erhielt sie den Dachauer Kunstpreis.Anhang VI. Liste KVD-Mitglieder (seit 1927) (PDF; 2,5 MB). Mitteilungen der Künstlervereinigung Dachau. Abgerufen am 8. Juni 2026.
Literatur Ottilie Thiemann-Stoedtner: Wilma von Friedrich. Zum zehnten Todestag der Dachauer Malerin. In: Amperland, 9/1973, S. 321–324. Ottilie Thiemann-Stoedtner & Klaus Kiermeier: Dachauer Maler. Der Künstlerort Dachau von 1801–1946. Verlagsanstalt Bayerland, 1981. Horst Ludwig: Münchner Maler im 19. Jahrhundert. Band 2. Bruckmann, 1981.
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