Der Kreisgerichtshof Heilbronn war im Königreich Württemberg von 1869 bis 1879 eines der acht Mittelgerichte mit Sitz in Heilbronn.

Geschichte Durch das Gesetz über die Gerichtsverfassung vom 13. März 1868 wurden im Königreich Württemberg aus den bisherigen vier nun acht Kreisgerichtshöfe gebildet, also für jeden Kreis zwei Gerichte. Die Hälfte des Sprengels des Esslinger Kreisgerichtshofs für den Neckarkreis wurde damit dem Kreisgerichtshof Heilbronn zugeordnet. Die Änderungen traten zum 1. Februar 1869 in Kraft.

Nachgeordnet waren folgende Gerichte: Gericht Klasse Sitz Sprengel Oberamtsgericht Backnang 2. Klasse Backnang Oberamt Backnang Oberamtsgericht Besigheim 2. Klasse Besigheim Oberamt Besigheim Oberamtsgericht Brackenheim 2. Klasse Brackenheim Oberamt Brackenheim Oberamtsgericht Heilbronn 1. Klasse Heilbronn Oberamt Heilbronn Oberamtsgericht Marbach 1. Klasse Marbach am Neckar Oberamt Marbach Oberamtsgericht Maulbronn 2. Klasse Maulbronn Oberamt Maulbronn Oberamtsgericht Neckarsulm 2. Klasse Neckarsulm Oberamt Neckarsulm Oberamtsgericht Vaihingen 2. Klasse Vaihingen an der Enz Oberamt Vaihingen Oberamtsgericht Weinsberg 1. Klasse Weinsberg Oberamt Weinsberg Königlich württembergisches Hof- und Staatshandbuch, 1877, S. XII, Digitalisat.

1879 wurden reichweit einheitlich Landgerichte gebildet, damit wurde der Kreisgerichtshof aufgelöst und das Landgericht Heilbronn gebildet.

Literatur Benjamin Lahusen: Festschrift: 200 Jahre Landgerichte Ellwangen, Tübingen, Ulm, S. 32–39, Digitalisat. Königlich württembergisches Hof- und Staatshandbuch, 1877, S. XII, Digitalisat.

Einzelnachweise

Heilbronn Kategorie:Gerichtsgründung 1869 Kategorie:Aufgelöst 1879 Kategorie:Organisation (Heilbronn)