Milena „Milly“ Rudiferia (* 26. Februar 1954 in Bozen, Südtirol) ist eine italienische Opernsängerin (Sopran).

Biografie Milena Rudiferia studierte am Mozarteum Salzburg, wo sie das Lied- und Operndiplom mit Auszeichnung erwarb. Ihre Bühnenlaufbahn begann sie in der Spielzeit 1978/79 am Landestheater Coburg.Milly Rudiferia. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1979. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 87. Jg., Hamburg 1979, S. 92 und S. 919 (Register). In der Spielzeit 1979/80 sang sie dort die Rolle der Handschuhmacherin Gabrielle in einer Neuinszenierung der Operette Pariser Leben.Manfred Drescher: PARISER LEBEN. Aufführungskritik. In: Orpheus, Ausgabe Juni 1980, Seite 419/420. Zur Spielzeit 1980/81 wechselte sie für eine Spielzeit an das Landestheater Salzburg.Milly Rudiferia. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1981. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 89. Jg., Hamburg 1981, S. 485 und S. 965 (Register). Dort sang sie in einer Neuinszenierung der Operette Manina, die anlässlich des 85. Geburtstages des Komponisten Nico Dostal in den Spielplan aufgenommen worden war, die Rolle der Carla.Irene-Marianne Kinne: MUSIKALISCHE HERBSTMANÖVER. Aufführungskritik. In: Orpheus, Ausgabe Januar 1981, Seite 55. Im Dezember 1980 übernahm sie in einer Produktion des Landestheaters Salzburg, die im Kleinen Festspielhaus gezeigt wurde, die Rolle der Fiakermilli in Arabella.Irene-Marianne Kinne: ARABELLA. Kleines Festspielhaus. Aufführungskritik. In: Orpheus, Ausgabe März 1981, Seite 216/217. In der Spielzeit 1981/82 war sie an der Wiener Kammeroper engagiert.Milly Rudiferia. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1982. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 90. Jg., Hamburg 1982, S. 528 und S. 984 (Register). Ab der Spielzeit 1982/83 war sie festes Ensemblemitglied der Wiener Volksoper, wo sie im Oktober 1982 als Sylva Varescu in einer Neuinszenierung der Kálmán-Operette Die Csárdásfürstin (Regie: Robert Herzl) debütierte.Milena Rudiferia. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1983. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 91. Jg., Hamburg 1983, S. 521 und S. 997 (Register).Peter Dusek: WIENER OPERNHERBST. Aufführungskritik. In: Orpheus, Ausgabe Dezember 1982, Seite 1006/1007. In der Spielzeit 1986/87 übernahm sie an der Wiener Volksoper an der Seite von John Dickie und Harald Serafin die Rolle der Zerline in einer Neuinszenierung der Oper Fra Diavolo.Michael Blees: DER ALTE UND DER NEUE DIREKTOR. Aufführungskritik. In: Orpheus, Ausgabe Mai 1987, Seite 411.

Nach ihrem Debüt an der Wiener Volksoper unternahm sie 1984Vienna Volksoper USA Tour 1984. In: Austrian Information, Volume 37, No. 2/3, Page 12. mit dem Ensemble der Wiener Volksoper eine Tournee quer durch die USA, bei der sie in New York City, Washington, D.C., Los Angeles und Chicago auftrat. In Österreich sang sie bei den Sommeraufführungen in der Wiener Staatsoper unter anderem die Pamina in Die Zauberflöte und die Adele in der Operette Die Fledermaus.

Milena Rudiferia gastierte u. a. am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, am Teatro Verdi in Triest, am Teatro Regio di Parma, in der Kölner Philharmonie (WDR), im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins (1992), im Konzerthaus Wien, in der Symphony Hall in Osaka, in der NHK Hall, in der Bunka Kaikan in Tokyo sowie bei den Salzburger Festspielen und den Wiener Festwochen.

In der Spielzeit 1990/91 trat sie am Stadttheater St. Gallen als Sylva Varescu in Die Csárdásfürstin auf.In: Glado von May: Stadttheater St. Gallen. 1980 bis 1992. St. Gallen 1991, Seite 186, ISBN 978-3-95201-050-1. 1996 gastierte sie bei den Schlossfestspielen Langenlois im Schloss Haindorf als Anny in der Operette Zwei Herzen im Dreivierteltakt von Robert Stolz.Milena Rudiferia. Theatermuseum.at. Abgerufen am 24. Juni 2026 Von 1999 bis 2000 sang sie Konzert- und Aufführungsserien in Wien, Italien, England und Japan, unter anderem mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Volksopern-Orchester sowie dem BBC-Orchester London. 2001 und 2002 hatte sie Vorstellungen am Deutschen Theater in München, sang Konzerte in Österreich, Italien und unternahm eine Japan-Tournee. In der Spielzeit 2002/03 gastierte sie als „Csárdásfürstin“ an der Wiener Volksoper. 2003 war sie Solistin bei den Neujahrskonzerten im Lincoln Center in New York und im Kennedy Center in Washington mit dem Tenor Jerry Hadley als Partner. 2005 gab sie mit dem Orquesta Filarmónica ein Konzert am Teatro Nacional de Costa Rica (TNCR).Rudiferia vuelve al Teatro Nacional- In: La Nación, Costa Rica, vom 26. Februar 2006. Abgerufen am 25. Juni 2026

Milena Rudiferia trat bis 2009 weiterhin noch bei Konzerten in Deutschland, Österreich, Holland, USA und Japan auf. Nach über drei Jahrzehnten auf den Opern- und Konzertbühnen beendete Milena Rudiferia ihre Karriere.

Zu ihrem Repertoire gehörten lyrische Opernrollen, Rollen für Koloratursopran und Soubretten-Partien, vornehmlich aber Rollen in der Operette, die den Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens bildete.Milena RUDIFERIA wird 70. In: Online Merker, Ausgabe Februar 2024. Abgerufen am 24. Juni 2026 Bei Konzerten sang sie die wichtigsten Werke des Konzertrepertoires, u. a. von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart.

Rudiferia wirkte bei zahlreichen Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit.Konzertprogramm der Haydn-Orchester-Aufführung vom 23. August 1994 mit Milena Rudiferia als Sopranistin (abgerufen am 6. Juni 2026)

Repertoire (Auswahl)

Ehrungen (Quelle: Milena Rudifera) Verdienstkreuz des Landes Tirol (Österreichische Auszeichnung) Ehrenurkunde der Internationalen Robert-Stolz-Gesellschaft in Anerkennung für ihre Verdienste Ehrenplakette des Kulturkreises Meran Verdienstmedaille des Teatro Giuseppe Verdi in Triest Italienischer Karrierepreis von der Gesellschaft der Musikfreunde, gestiftet von Assicurazioni Generali

Literatur Milena Rudiferia. In: Karl Martyniak (Hrsg.): OPERAdat. Interpreten-Lexikon. Sängerlexikon. Rudiferia–Ryssov. 2. Auflage, Düsseldorf 1998, S. 1 (mit Rollenverzeichnis). Milena Rudiferia. In: Axel Schniederjürgen (Hrsg.): Kürschners Musiker-Handbuch 2006. K. G. Saur Verlag, München 2006, S. 393. ISBN 978-3-59824-212-0.

Weblinks Homepage von Milena Rudiferia Milena Rudiferia bei Discogs

Milena Rudiferia bei den Salzburger Festspielen

Einzelnachweise

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