mini|König-Albert-Denkmal Dresden (1906) Das König-Albert-Denkmal auf dem Schloßplatz in Dresden erinnerte an den König Albert von Sachsen (1828–1902). Es wurde im Jahr 1906 nach Entwurf des Bildhauers Max Baumbach im Stil des Neobarock errichtet und im Jahr 1951 während der kommunistischen Diktatur zerstört.

Geschichte Das bronzene Reiterstandbild von Bildhauer Max Baumbach für König Albert von Sachsen wurde vier Jahre nach dessen Tod am 23. April 1906 in Anwesenheit des Königs Friedrich August III. von Sachsen auf dem Schloßplatz eingeweiht. Den Bronzeguss führte die Kunstgießerei Pirner & Franz aus Dresden-Löbtau aus. Das Standbild wurde mittig vor dem Hauptportal des neuen Ständehauses platziert.Kummer, S. 91 f.

Das Denkmal überstand den Ersten Weltkrieg und die nationalsozialistische Diktatur. Es entging der Metallspende des deutschen Volkes und den Luftangriffen auf Dresden während des Zweiten Weltkrieges. 1951 wurde das Reiterstandbild jedoch durch das kommunistische Regime entfernt und zunächst in den Hof des Marstalls verbracht.Aufnahme vom Abriss des Denkmals Sein weiterer Verbleib ist unklar. Wahrscheinlich wurde es Ende 1951 eingeschmolzen. Das Sockelpodest und die Pflasterung wurden 2001 im Zuge der Sanierung des Schloßplatzes wiederhergestellt.

An der Stelle des König-Albert-Denkmals steht seit dem 29. Mai 2008 das Friedrich-August-I.-Denkmal von Ernst Rietschel.

Beschreibung Das Denkmal stellte König Albert von Sachsen, der als Kronprinz im Deutsch-Französischen Krieg das sächsische Kontingent anführte und später zum ersten nicht-preußischen Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber der Maasarmee ernannt wurde, in Generalsuniform zu Pferde dar. Die Bronzeplastik stand auf einem vom Architekten Paul Wallot entworfenen Steinsockel aus weißem Carrara-Marmor. Dieser trug auf der Vorderseite das Wappen des Königreichs Sachsen, die Inschrift „ALBERT KÖNIG VON SACHSEN VOM 29. OKTOBER 1873 BIS 19. JUNI 1902“ und darunter ein Relief, das eine weibliche Allegorie mit Panzer, Helm und Marschallstab als Symbol für die militärischen Erfolge Alberts zeigte. Die Sockelrückseite trug die Inschrift „DEM UNVERGESSLICHEN KÖNIG GEWIDMET VON DER BÜRGERSCHAFT DER HAUPT- UND RESIDENZSTADT DRESDEN 1906.“Weber, S. 682 f.

Literatur Friedrich Kummer: Dresden und das Elbgelände. Salzwasser, Bremen 2010, ISBN 9783867412162. Johann Jacob Weber (Hrsg.): Illustrirte Zeitung. Nr. 3279, Bd. 126. Leipzig 1906.

Weblinks

Historische Aufnahmen des Denkmals – www.altesdresden.de

Einzelnachweise

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