Five Nights in the Midwest ist ein Musikalbum von Jason Stein, Damon Smith und Adam Shead. Die im Dezember 2025 live in Milwaukee, Indianapolis, Lafayette (Indiana), St. Louis und Bloomington (Illinois) entstandenen Aufnahmen erschienen auf drei Compact Discs bzw. als Download 2026 auf Balance Point Acoustics in Kooperation mit Irritable Mystic Records.

Hintergrund Five Nights in the Midwest dokumentiert auf drei CDs Mitschnitte von einer Tournee, die der Bassklarinettist Jason Stein, der Kontrabassist Damon Smith und der Schlagzeuger Adam Shead gemeinsam unternahmen. Aufgenommen während einer Tournee durch den amerikanischen Mittleren Westen der USA zwischen dem 9. und 14. Dezember 2025, präsentiert das Album sechs ungekürzte Konzerte in Originalfassung und im zeitlichen Ablauf der Tournee und ermöglicht den Hörern so, den gesamten Verlauf der Reise Abend für Abend mitzuerleben. Die drei CDs enthalten Aufnahmen von Auftritten in den Bundesstaaten Wisconsin, Indiana, Missouri und Illinois, wobei der Name des jeweiligen Veranstaltungsortes als Titel des einzelnen Stücks dient.

Titelliste Jason Stein, Damon Smith, Adam Shead: Five Nights in the Midwest (Balance Point Acoustics BPA3CD4, Irritable Mystic Records IMR007) Sugar Maple - Milwaukee, WI 25:47 State Street Pub - Indianapolis, IN 27:33 Spot Tavern - Lafayette, IN (set 1) 29:25 Spot Tavern - Lafayette, IN (set 2a) 16:11 Spot Tavern - Lafayette, IN (set 2b) 11:10 Dissonant Works - St. Louis, MO 18:04 Reverberation Records - Bloomington, IL 29:23

Die Kompositionen stammen von Jason Stein, Damon Smith und Adam Shead.

Rezeption mini|Jason Stein (2010)

Jason Steins Beherrschung des gesamten Klangspektrums der Bassklarinette und ihrer Ausdruckskraft würde ihm genügend Präsenz verleihen, um die Aufmerksamkeit zu fesseln, meint Mike Shanley in JazzTimes. Dennoch gelinge es Five Nights in the Midwest hervorragend zu vermitteln, wie sich die spontane Musik eines Trios über mehrere Abende entwickeln kann. Das Fehlen vorgefasster Meinungen schaffe eine tiefere Verbindung zwischen den Musikern. Die Aufnahmen wirkten schnörkellos, als wäre ein Gerät aufgestellt worden, um den Raumklang einzufangen. Abgesehen vom leichten Verlust an akustischer Tiefe im Bassbereich, würden sich diese langen Stücke (meist zwischen 18 und 27 Minuten) durch eine starke Klangtreue auszeichnen, die den Hörer mitten ins Geschehen versetze. Während der gesamten Konzertreihe scheint Stein über einen unerschöpflichen Ideenstrom zu verfügen und nutzt alle Qualitäten seiner Bassklarinette voll aus. In einem Set aus dem Sugar Maple in Milwaukee beginnt er nachdenklich, bevor er in frenetische Schreie und Altissimo-Passagen übergeht. An anderen Abenden würde er lange, melodische Linien und in einem gesprächigen Tonfall spielen, der – wenn er und Smith in Duette wechselten – unweigerlich an die „Diskussionen“ von Eric Dolphy und Charles Mingus auf der Bühne erinnere.

„Five Nights in the Midwest“ würde das gleichberechtigte, stets erfinderische und tiefgründige Zusammenspiel der drei Musiker in den Mittelpunkt stellen und das Format ausgedehnter, gemeinsamer Improvisationen das Format ausgedehnter, gemeinsamer Improvisationen nutzen, um die vom Free Jazz beeinflusste Klangpalette zu einem transformativen, intensiven Erlebnis zu erweitern, meint Eyal Hareuveni (Salt Peanuts).. Die drei Improvisatoren seien Meister der Momentaufnahme und beherrschten eine Vielzahl von Atem-, Bogen- und Perkussionstechniken. Steins dringliches Bassklarinettenspiel erkunde die volle Ausdruckskraft, die rohe physische Präsenz und die Klangfarbenvielfalt des Instruments, verwurzelt in der Unmittelbarkeit des Atems. Die kraftvolle, treibende Rhythmusgruppe mit Smith und Shead biete ein flexibles Zeitgefühl mit klugen, präzisen Verschiebungen in Textur und Dichte, die sich nie in vorhersehbaren Mustern verfangen. Jeder Auftritt sei eine meisterhafte Demonstration der organischen, telepathischen und meisterhaften Dynamik und der beeindruckenden Weisheit dieses Trios, aber seinen größten, ekstatischsten Höhepunkt würde es beim letzten Auftritt dieser Tour bei Reverberation Records in Bloomington erreichen.

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