mini|Rotkehl-Mistelfresser Der Rotkehl-Mistelfresser (Dicaeum igniferum) ist eine Vogelart aus der Familie der Mistelfresser (Dicaeidae).

Der Vogel ist endemisch auf den Kleinen Sundainseln in Indonesien auf Sumbawa, Komodo, Flores, Solor, Adonara, Lembata, Pantar und Alor.

Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen feuchten Tieflandwald oder Bergwald, Mischwald, Sekundärwald, Lichtungen, busch- und baumbestandene Flächen meist bis 800, gelegentlich bis 1730 m. ü. M.

Der Artzusatz kommt von und .

Merkmale Der Vogel ist etwa 9 cm groß und wiegt etwa 8 g. Oberseite des Männchens vom Scheitel bis zum Bürzel matt scharlachrot, am Rücken violett glänzend. Stirn, Gesicht, Nackenseiten, Schultern, Flügel und Schwanz purpur-schwarz. Das Kinn ist weiß, Kehle und obere Brusthälfte sind scharlachrot, das Brustband purpur-schwarz, die übrige Unterseite ist weiß mit schwarzem Mittelstreif am Bauch. Die Iris ist dunkel, der Schnabel schwärzlich, die Beine sind schwarz. Weibchen sind an der Oberseite matter gefärbt, weniger glänzend, Stirn graubraun, ebenso die Gesichtsseiten. Jungvögel haben an der Oberseite nur Rot am Bürzel, der Schnabel ist hell, in Richtung Spitze etwas dunkler werdend.

Geografische Variation Die Art wird als monotypisch angesehen.

Teilweise werden folgende Unterarten anerkannt: Dicaeum igniferum igniferum , 1864, Nominatform – Sumbawa, Komodo, Flores, Lomblen und Besa Dicaeum igniferum cretum ,1929B. Rensch: Dicaeum igniferum cretum. In: Journal für Ornithologie, Band 77, Supplement 2, S. 201, 1929, Springer – Pantar and Alor, etwas größer, Männchen mit breiterer schwarzer Linie an der Unterseite; als nicht unterscheidbar angesehen.

Stimme Die Rufe werden als schnell wiederholtes, dünnes hohes „see-saw“ beschrieben, der Gesang als sehr rasche, abfallende Folge von kurzen, dünnen Lauten.

Lebensweise Die Nahrung besteht wahrscheinlich aus Früchten, Pollen, Nektar. Gesucht wird einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen, auch in gemischten Jagdgemeinschaften.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur Alfred Russel Wallace: Dicaeum igniferum. In: Proceedings of the Zoological Society of London 1863, Teil 3, S. 494, 1864, Biodiversity Library

Weblinks

Macaulay Library

Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF R. A. Cheke und C. Mann: Black-fronted Flowerpecker (Dicaeum igniferum), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicaeum igniferum J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Dippers, leafbirds, flowerpeckers, sunbirds J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026

Kategorie:Mistelfresser Kategorie:Endemisches Tier der Kleinen Sundainseln