Lore Galitz (geb. Piatkowski * 2. Juli 1962 in Hannover) ist eine deutsche bildende Künstlerin, Autorin und Kuratorin. Sie arbeitet in den Bereichen Skulptur, Installation, Performance, Fotografie und Naturkunst. Lore Galitz ist Initiatorin und Leiterin der Münchner Naturkunst Biennale SüdpART.
In ihren Werken verbindet Lore Galitz Kunst, Natur und Spiritualität. Sie arbeitet ausschließlich mit natürlichen Materialien wie Fundhölzern, Erde, Sand, Pflanzenfasern und Wolle. Zentrales Thema ihrer Arbeit ist die Verbundenheit allen Lebens und dessen immanenter Wert, Wandel und Vergänglichkeit. Ihre Installationen verbinden sich mit der Umgebung und sind häufig temporär angelegt. Sie schaffen atmosphärische Räume, die zu kontemplativer Versenkung einladen.
In ihren Büchern und Online-Seminaren zeigt sie Wege auf zu Freiheit, Gelassenheit und Stabilität durch Rituale und geführte Meditationen.
Leben Lore Galitz wurde in Hannover geboren und lebt in München. Sie studierte Religions- und Kunstpädagogik an der Universität Hannover. In den frühen 1990er Jahren trat sie noch unter ihrem Geburtsnamen Lore Piatkowski in Erscheinung. In dieser Zeit war sie Mitglied der Hamburger Künstlerinnengruppe frauen-und-technik, einem interdisziplinären Kollektiv, das sich mit den kulturellen, sozialen und ästhetischen Auswirkungen elektronischer Medien auf Kunst und Gesellschaft befasste. In den 1990er Jahren war Lore Galitz als Dozentin und Lehrbeauftragte an Fachhochschulen Fachhochschulen für Gestaltung in Hamburg und Hannover tätig. Von 1991 bis 1999 leitete sie die interdisziplinäre Computerabteilung der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Galitz ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern.
SüdpART Galitz gründete 2016 die Naturkunst Biennale SüdpART im Sendlinger Wald / Südpark. Die Biennale entstand vor dem Hintergrund von Sturmschäden und ökologischen Veränderungen im Wald und setzt sich thematisch mit Klimawandel, Nachhaltigkeit und dem Verhältnis von Mensch und Natur auseinander. Das Projekt präsentiert ortsspezifische Kunstwerke, die ausschließlich aus natürlichen Materialien entstehen und nach Ende der Ausstellung der Natur überlassen werden. In den ersten sechs Biennalen entstanden 96 Kunstwerke von 48 Künstlerinnen und Künstlern.
Einzelausstellungen und Performances (Auswahl) 2017: Die Schönheit in Allem, Museum Mensch und Natur, München 2018: Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis, Kirche St. Margaret, München 2018: Dem Innersten auf der Spur, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt 2020: Resonanz, Blankeneser Marktkirche, Hamburg 2021: Erwachen – eine Heldinnenreise, Geranienhaus im Nymphenburger Schlosspark, München 2022: Raum erfahren – Natur berühren, Wasserturm Dachau 2023: Welcome Home, Orangerie München 2025: Formen aus der Stille Begegnung mit Johann Sebastian Bach. Orgel: Margareta Hürholz
Gruppenausstellungen (Auswahl) 1992: Piazza Virtuale, documenta IX, Kassel 1996: Der Rahmen ist das halbe Bild, Hamburger Kunsthalle seit 2016: SüdpART (Kuratorin und Künstlerin), München 2022: Ausstellung East-West, Teil von Pavlikeni and the World, Pavlikeni, Bulgarien 2022: East–West, Sofia Paper Art Biennial, Sofia, Bulgarien 2024: Connexions, Bordeaux
Literatur / Veröffentlichungen
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bildender Künstler (Deutschland) Kategorie:Autor Kategorie:Ausstellungskurator Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Frau