Ali Al Ashoor (; geb. am 3. März 1989 im Dorf Sanabis, al-Qatif) ist ein saudisch-kanadischer Dichter und Journalist. Nach eigener Aussage begann er bereits in der Mittelstufe mit dem Schreiben von Gedichten. Zunächst experimentierte er mit klassischer arabischer Dichtung, bevor er sich der modernen Poesie zuwandte, auf die er sich ab seinem 17. Lebensjahr konzentrierte. Nach seiner Schulzeit arbeitete er beim Ölkonzern Saudi Aramco und schrieb parallel als Journalist für mehrere arabische Zeitungen. Als das zentrale literarische und kulturelle Erbe der arabischen Welt betrachtete er jedoch die Poesie und kritisierte Bildungs- und Kulturinstitutionen dafür, diese zugunsten westlicher Literatur zu vernachlässigen. 2013 erschien sein erster Gedichtband; gefolgt von drei weiteren.

Zwei Jahre zuvor hatte die aus seiner Sicht unzutreffende Berichterstattung über die Proteste des Arabischen Frühlings in Saudi-Arabien sein Interesse an journalistischer Berichterstattung über soziale Gerechtigkeit geweckt (die saudische Presse unterlag damals verstärkter staatlicher Zensur und Repression; das Komitee zum Schutz von Journalisten führte das Land 2012 auf Platz 8 der meistzensierten Staaten). 2018 wanderte er nach Ottawa in Kanada aus, wo auch sein Verleger, der Dichter Mohammed Al Nabhan, lebte und 2016 seinen Verlag neu aufbaute. Dort begann er an der Carleton University Geschichte und Journalismus zu studieren. Seine in diesem Rahmen verfassten Texte erschienen bei Capital Current; einige weitere Artikel und auch Gedichte veröffentlichte Al Ashoor bei arabischsprachigen Neuen Medien wie Jadaliyya und Al-Araby Al-Jadeed.

2024 schloss er sein Bachelor-Studium ab und nahm ein Promotionsstudium in Kommunikation und politischer Ökonomie auf. Im selben Jahr gewann er jeweils als erster Preisträger zwei der neuen Jungreporter-Stipendien der Carleton University:Zu diesen vergleiche Den „Shireen Abu Akleh social justice journalism award“Siehe für ein Rechercheprojekt über antipalästinensischen Rassismus und den „Leonard Shifrin and Louise Dulude Canadian Social Policy Emerging Reporter Fund“ für ein Rechercheprojekt über die verzerrte Darstellung kanadischer Indigener durch Künstliche Intelligenz. Das Ergebnis der ersten Recherche erschien Mitte 2026 unter dem Titel Quiet in Canada bei Maisonneuve.

Werke („Wolken …?“), Takween Publications, Kuwait 2020 („Biographie des Doppelgängers“), Dar Masaa, Ottawa 2017. („Von der Dunkelheit zu den Hungernden“), Dar Masaa, Bahrein 2015. („Ein Auge im Finger“), Dar Masaa, Bahrein 2013.

Weblinks

(Übersetzung einiger Gedichte ins Französische)

Einzelnachweise

Kategorie:Literatur (Saudi-Arabien) Kategorie:Person (Carleton University) Kategorie:Saudi-Araber Kategorie:Geboren 1989 Kategorie:Mann