São João Batista ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Santa Catarina in der Südregion des Landes. Sie liegt im Tal des Rio Tijucas und gehört zur Region um Brusque. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 35.336 geschätzt.

Geografie und Klima São João Batista liegt im Osten des Bundesstaates Santa Catarina auf einer Höhe von etwa 30 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 200,765 Quadratkilometer. Die Gemeinde grenzt an Tijucas, Canelinha, Nova Trento, Major Gercino, Brusque und Biguaçu. Das Gemeindegebiet liegt im Tal des Rio Tijucas und ist durch Flussniederungen, bewaldete Hänge, kleinere Siedlungskerne und gewerblich-industrielle Flächen geprägt. Neben dem Hauptort umfasst das Município den Distrikt Tijipió. Das Klima ist feucht-subtropisch mit warmen Sommern und milden Wintern.

Geschichte Als Gründer des Ortes gilt João de Amorim Pereira, der 1834 eine einfache Kapelle zu Ehren seines Schutzpatrons São João Batista (Johannes der Täufer) errichten ließ. Zwei Jahre später erreichte eine Gruppe von 132 Kolonisten aus dem Königreich Sardinien die Region; sie wurde von einer privaten Kolonisationsgesellschaft angeworben, womit der Ort einer der frühen Zentren italienischer Einwanderung in Santa Catarina wurde.

Der Distrikt São João Batista wurde am 19. April 1838 durch Provinzgesetz geschaffen und dem Município Tijucas unterstellt. Durch das Staatsgesetz Nr. 348 vom 21. Juni 1958 wurde São João Batista aus Tijucas ausgegliedert und als eigenständiges Município geschaffen.

Demografie Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf 35.336 Personen geschätzt. Dank der attraktiven Lage in Küstennähe und der starken Wirtschaft verzeichnet der Ort ein dynamische Bevölkerungsentwicklung. JahrEinwohner199112.765200014.861201026.260202232.687Volkszählungen

Wirtschaft Die Wirtschaft von São João Batista war zunächst durch Landwirtschaft, Handwerk und lokalen Handel geprägt. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Schuhherstellung zum wichtigsten Wirtschaftszweig der Gemeinde. Die erste Schuhfabrik wird lokal auf das Jahr 1913 datiert; im Verlauf des Jahrhunderts entstand daraus ein industrieller Schwerpunkt im Vale do Rio Tijucas. Der Bundesstaat Santa Catarina erkannte São João Batista 2001 durch Gesetz als Capital Catarinense do Calçado (Schuhhauptstadt) an.

Religion Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. São João Batista gehört zur römisch-katholischen Erzdiözese Florianópolis. Im Hauptort befindet sich die Paróquia São João Batista; zu ihr gehören zahlreiche Gemeinden im Stadtgebiet und in ländlichen Ortsteilen, darunter Colônia, Rio do Braço, Tijipió, Arataca, Fernandes, Vargem Pequena und Ribanceira do Sul. Daneben bestehen evangelikale Gemeinden und weitere christliche Gemeinschaften.

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Einzelnachweise

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