mini|Wohn-/Wirtschaftsgebäude (2013) Die Hofanlage Alte Dorfstraße 6, auch Müllern-Hof, in der niedersächsischen Gemeinde Faßberg, Ortsteil Müden, im Landkreis Celle, wurde im 18. und 19. Jahrhundert gebaut. Aktuell (2026) wird die Scheune als Ole Müllern Schün Bauerncafè, das Haupthaus auch als Hofladen und das Häuslingshaus (Alte Bauernkate) auch als Ferienwohnung genutzt.
Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Faßberg).Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
Geschichte und Beschreibung Der Müllern-Hof wurde 1022 urkundlich erwähnt als Mühlengut und gehört zu den historischen Höfen des Heidedorfs, welche neben einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb auf die Ausübung eines Handwerks oder einer Nebentätigkeit als Kauf-, Fuhrmann oder Gastwirt angewiesen waren. Westlich der Ortskirche gelegen, von der historischen Dorfstraße sowie der Wietze begrenzt, gehört die Hofanlage zum alten Ortskern.
mini|hochkant|Scheune (2024) mini|hochkant|Stallscheune (2024) mini|hochkant|Brunnen I (2024) mini|hochkant|Brunnen II (2024) Die weitläufige Hofanlage besteht aus dem eingeschossigen, giebelständigen Wohn- und Wirtschaftsgebäude von 1809 (Inschrift), als Vierständer-Hallenhaus auf Steinsockel, in Fachwerk, mit hohlpfannengedecktem Krüppelwalmdach, Niedersachsengiebel, Uhlenloch, Pferdeköpfen als Giebelschmuck, Ladeluke und der Grooten Door mit Korbbogen und Vorschauer sowie über gerundetem Gebälk leicht vorkragendem Giebelfeld und Wohnteil mit Fletteingang zur östlichen Traufseite mit vorgelagerten Stufen und einer Jugendstil-Eichentür sowie einem darüber platzierten Dachhaus; der Wirtschaftsteil wurde zu einem Ladengeschäft umgebaut,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen der eingeschossigen, traufständigen Scheune von um 1850 auf Steinsockel, in Fachwerk mit Steinausfachungen (im westl. Giebeldreieck vertikal verbrettert), mit hohlpfannengedeckem Satteldach mit Giebelschmuck, zwei Quereinfahrten, südliche Traufseite massiv unterfangen mit Fachwerkdrempel, sowie östlich ein niedrigerer Fachwerkanbau als Schuppen mit Unterstand; 1995 umgebaut als Bauerncafé Ole Müller Schün, die durch Ria Springhorn betrieben wurde,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen der eineinhalbgeschossigen, giebelständigen Stallscheune von 1896 (Inschrift) als Massivbau in rotem Backsteinmauerwerk, mit nach Süden abgewalmtem hohlpfannengedeckten Satteldach mit Giebelschmuck, Wirtschaftsöffnungen mit Segmentbogenstürzen, teils verändert, geschosstrennender Fries als Deutsches Band, zur Westseite abgeschlepptes Dach mit Unterstand,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen, giebelständigen Speicher von 1855 in Fachwerk mit Steinausfachungen, hohlpfannengedecktem Krüppelwalmdach, Ladeluke und längsseitigem späteren Dachüberstand,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem Brunnen I mit Sandsteinfassung auf niedrigem Postament, durch Eisenring eingespannte halbrunde Wandhälften,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem Brunnen II mit kreisrunder Sandsteinfassung, mit bossierten Ringsteinen im Sockel, zusammengefügten halbrunden Platten mit Kartuschenrelief mit Inschrift „C.G.H. 1846“, sowie eisernem Spannring, hölzernem Deckel und Brunnenausguss als moderne Figurengruppe zweier Kinder,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen sowie weiteren nicht denkmalgeschützten Gebäuden. mini|hochkant|Häuslingshaus (2024) Auf dem Gesamtareal steht auch das eingeschossige, traufständige Wohn- und Wirtschaftsgebäude Alte Dorfstraße 4 A als ehemaliges Häuslingshaus vom Müllern Hof von 1799 (Inschrift) in Fachwerk mit Steinausfachungen und geschosshohen Steben, Satteldach mit Giebelüberstand, sowie darunter eine Außentreppe zum ehemaligen Speicherstock. Das rückwärtige Fachwerk wurde modern ersetzt.Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
Häuslingshäuser entstanden für Knechte, Mägde, Gesinde oder jüngere Brüder von Bauern, die auf dem Bauernhof arbeiteten und dafür mietfrei oder gegen geringe Miete in dem Haus wohnen durften. Sie bewirtschafteten auf eigene Rechnung etwas Pachtland und hielten auch etwas Vieh.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… älteste[s] und weitestgehend originär erhaltene[s] Bauerhaus ….“
Weblinks Müllern-Hof
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Faßberg Kategorie:Wohngebäude in Niedersachsen Müden Müden Müden Müden Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Niedersachsen Kategorie:Erbaut im 18. Jahrhundert Kategorie:Erbaut im 19. Jahrhundert