Fljura Gasisowna Sijatdinowa (; * 18. Februar 1947 in Kasan; † 1. März 2011 ebenda) war eine sowjetische bzw. russische Soziologin, Hochschullehrerin und Politikerin.ИА «Татар-информ»: Скончалась Флюра Зиятдинова (abgerufen am 1. Juni 2026).Татцентр.ру: Ушла из жизни известный общественный деятель Татарстана Флюра Зиятдинова (abgerufen am 1. Juni 2026).Liza Runeta: Зиятдинова Флюра Газизовна (abgerufen am 2. Juni 2026).

Leben Nach dem Schulabschluss arbeitete Sijatdinowa im Kasaner Autotransportunternehmen Nr. 1 als Dispatcherin und dann als Ökonomin. Daneben studierte sie an der Universität Kasan in der Historischen Fakultät mit Abschluss.

Darauf arbeitete Sijatdinowa für den Komsomol der Stadt Kasan als Sekretärin, Instrukteurin und Leiterin der Propaganda-Abteilung eines Rajonkomitees. Sie wurde 1982 Sekretärin des Nischnekamsker Stadtkomitees der KPdSU und 1983 Sekretärin des Kasaner Stadtkomitees der KPdSU (bis 1988). An der Akademie der Gesellschaftswissenschaften beim ZK der KPdSU in Moskau verteidigte sie 1986 ihre Kandidat-Dissertation über den erzieherischen Einfluss sozialer Institute als Faktor bei der Entwicklung und Festigung des Kollektivismus am Wohnort mit Erfolg für die Promotion zur Kandidatin der philosophischen Wissenschaften.

Von 1988 bis 1992 leitete Sijatdinowa im Tatarischen Institut für Lehrerfortbildung den Lehrstuhl für Gesellschaftswissenschaften.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde Sijatdinowa stellvertretende Ministerin für Außenwirtschaftsbeziehungen der neuen Republik Tatarstan. Sie verteidigte 1993 am Moskauer Russischen Akademie-Zentrum für Verwaltung, Soziologie und Sozialpsychologie erfolgreich ihre Dissertation über die soziale Stellung und das Ansehen des Lehrerberufs im Hinblick auf Probleme und Lösungswege für die Promotion zur Doktorin der soziologischen Wissenschaften.

Ab 1997 war Sijatdinowa stellvertretende Direktorin des Departements für Außenbeziehungen des Präsidenten der Republik Tarstan und Leiterin der Verwaltung des staatlichen Protokolls.

Bei der dritten Staatsduma-Wahl im Dezember 1999 (Duma III 1999–2003) wurde Sijatdinowa im Nischnekamsker Wahlkreis № 25 zur Abgeordneten gewählt. Sie war dort stellvertretende Vorsitzende des Komitees für internationale Angelegenheiten und Mitglied der Abgeordnetengruppe Regionen Russlands.Флюра Зиятдинов - биография и семья (abgerufen am 2. Juni 2026).

Darauf wurde Sijatdinowa in den Staatsrat der Republik Tatarstan gewählt und war dort stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Staatsaufbau und lokale Selbstverwaltung.ЗИЯТДИНОВА Флюра Газизовна :: Татарстан Республикасы Дәүләт Советы (abgerufen am 2. Juni 2026). Sie lieferte bedeutende Beiträge zur Entwicklung der lokalen Selbstverwaltung.«Такой энергичный человек – и вдруг сгорел…» (abgerufen am 2. Juni 2026).

Schließlich leitete Sijatdinow als Professorin im Kasaner Staatlichen Institut für Finanzwirtschaft den Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie. Unter ihrer Leitung wurde die Bildungsentwicklung in der Russischen Föderation ein Forschungsschwerpunkt. Sie war Mitglied der Russischen Akademie für Sozialwissenschaften.

Ehrungen, Preise Medaille des Verdienstordens für das Vaterland II. Klasse, I. Klasse Verdiente Kulturarbeiterin der Republik Tatarstan Ehrenurkunde der Republik Tatarstan

Weblinks Katalog der Russischen Nationalbibliothek: Зиятдинова, Флюра Газизовна

Einzelnachweise

Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Soziologe (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Kasan) Kategorie:Duma-Abgeordneter (Russische Föderation) Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Gestorben 2011 Kategorie:Frau