Serene Husseini Schahid (; * 1920; † 2008) war eine palästinensische Lehrerin, Schriftstellerin und Textilhistorikerin, die ihr Leben der Forschung und der Aufbewahrung der traditioneller palästinensischer Stickerei widmete.

Leben und Wirken

Kindheit und Hintergrund Schahid wurde 1920 in Jerusalem in eine wohlhabende und einflussreiche Familie geboren. Der Vater ihrer Mutter, Fadi Alami, war zwischen 1906 und 1909 Bürgermeister von Jerusalem. Musa Alami, ihr Onkel mütterlicherseits, diente während des britischen Mandats als stellvertretender Generalstaatsanwalt von Palästina. Ein Onkel väterlicherseits war Amin Husseini, der damalige Großmufti Jerusalems.

Schahids Vater Jamal Husseini engagierte sich aktiv politisch und wurde 1934 kurzzeitig von der britischen Mandatsregierung aufgrund seiner Aufrufe zu Demonstrationen gegen die Regierungspolitik inhaftiert. Ein Jahr später gründete er die Palästinensisch-Arabische Partei, was schließlich zu seiner erneuten Verhaftung führte. Aufgrund der politischen Verfolgung des Vaters musste die Familie Jerusalem verlassen und nach Beirut fliehen.

Ausbildung Mit acht Jahren begann sie, eine islamische Mädchenschule in der Nähe der al-Aqsa-Moschee zu besuchen. Im Jahr 1930 wurde diese Schule von den britischen Mandatsbehörden geschlossen, weswegen Serene und ihre Geschwister auf ein Internat in Ramallah geschickt wurden, um dort ihre Schulausbildung abzuschließen. 1941 absolvierte sie ihr Studium in der Amerikanischen Universität Beirut.

Engagement und Werk 1969 beeinflusste Schahid die Entscheidung der Hilfsorganisation Inaash (), die 1969 von Huguette Caland gegründet worden war, den Themenschwerpunkt auf die Bewahrung der traditionellen palästinensischen Stickerei zu verschieben und somit palästinensischen Frauen in den Flüchtlingslagern im Libanon finanziell zu helfen. Dank der Inaash erhielten geflüchtete Frauen die Gelegenheit, Stickerei zu erlernen, um ihre Werke später verkaufen und auf diese Art und Weise eigene Familien finanziell unterstützen zu können. In den ersten Jahren dieses Programms war Schahid selbst als Lehrerin tätig und besuchte regelmäßig Flüchtlingslager, um den Frauen das Handwerk beizubringen. Neben ihren Werkstätten förderte sie die palästinensische Stickerei auf der internationalen Ebene und organisierte 1989 die Ausstellung der traditionellen palästinensischen Tracht im Britischen Museum mit.

Einzelnachweise

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