mini|Kappengrasmücke in KwaZulu-Natal

Die Kappengrasmücke (Sylvia nigricapillus) ist ein in Afrika vorkommender Singvogel aus der Gattung der Grasmücken.

Beschreibung Kappengrasmücken erreichen eine Länge von 17 bis 19 Zentimetern und ein Gewicht von 26 bis 34 Gramm. Die Geschlechter sind sich farblich ähnlich. Sie haben eine tiefschwarze Kappe, die bis unter die Augen reicht und ein schwarzes Kinn. Die Wangen sind weißlich. Das Obergefieder einschließlich der Flügel und der Schwanzfedern ist olivbraun. Kehle, Brust und Bauch sind weißlich bis hellgrau. Die Iris ist dunkelbraun und zeigt einen sehr schmalen rosa Augenring. Der Schnabel ist rot, an der Spitze etwas heller, Beine und Füße sind fleischfarben.

Verbreitung und Lebensraum Kappengrasmücken kommen ausschließlich im Osten Südafrikas sowie in Eswatini vor. Ihr Lebensraum sind Strauchlandschaften und buschige Wälder. Die Höhenverbreitung reicht normalerweise von 750 bis auf 1825 Meter. In den Wintermonaten wurden sie auch in niedrigen Höhenlagen nachgewiesen, wo sie dann Küstenwälder und Buschland in Tälern bewohnen.

Lebensweise Kappengrasmücken leben einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen, manchmal zusammen mit anderen Früchtefressern in fruchttragenden Bäumen. Sie ernähren sich von kleinen Beeren, Früchten und Wirbellosen. Sie suchen unauffällig nach Nahrung, indem sie sich langsam durch die mittlere Baumschicht am Waldrand oder im niedrigen Gebüsch bewegen.

Die Brutperiode erstreckt sich über die Monate Oktober bis Januar. Das von beiden Geschlechtern gebaute napfförmige Nest wird aus Gras, Blättern, feinen Zweigen, Wurzeln, Kräutern und Ranken angelegt. Es ist mit feinen Zweigen und Tierhaaren ausgekleidet und befindet sich zwischen einem und sechs Metern über dem Erdboden, wo es in einer Astgabel im belaubten Unterholz eines Baumes oder Strauchs platziert wird. Das Gelege umfasst zwei bis drei Eier, die matt weiß gefärbt sind und mit hellbraunen, rostfarbenen oder schiefergrauen Streifen überzogen sind. Informationen zur Brut- und Nestlingszeit liegen nicht vor. Als Brutparasit wurde der Jakobinerkuckuck (Clamator jacobinus) beobachtet.

Bestand und Gefährdung Da die Bestände der Kappengrasmücke in ihren Vorkommensgebieten im Rückgang begriffen sind, wird sie von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „vulnerable = gefährdet“ geführt. Ein Teil ihres Busch- und Waldlebensraums ist bereits durch kommerzielle Aufforstungen verloren gegangen. Da weitere Gebiete voraussichtlich stark aufgeforstet werden, könnte diese Art in Zukunft ernsthafte Bestandsrückgänge erleiden.

Literatur Nigel Collar, Craig Robson & Christopher J. Sharpe: Bush Blackcap (Sylvia nigricapillus), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Editors)., Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA., 2020

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Einzelnachweise Nigel Collar, Craig Robson & Christopher J. Sharpe: Bush Blackcap (Sylvia nigricapillus), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Editors)., Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA., 2020 Rote Liste Bush Blackcap, iucnredlist.org, eingesehen am 30. Mai 2026,

Kategorie:Grasmückenartige