Abdoulkader Waberi Askar (auch: Abdelkader Waberi Askar , geb. 1931, Côte française des Somalis; gest. 10. Februar 1993 in Paris, Frankreich) war ein Politiker in Dschibuti. Er amtierte von 1979 bis zu seinem Tod im Jahr 1993 als Präsident der Nationalversammlung. Er war Mitglied der Partei Rassemblement populaire pour le progrès (RPP) und war zuvor Journalist gewesen.

Leben Askar wurde 1931 geborenLégislature 73-78. Französisches Afar- und Issa-Territorium 1974. S. 21–22. google books Africa Research Bulletin. vol. 30; 1993: S. 10,844. google books und gehörte zum Clan der Issa vom Volk der Somali.Verfassung und Recht in Übersee. vol. 1. Hamburger Gesellschaft für Völkerrecht und Auswärtige Politik 1976: S. VII. google books Er war Journalist und arbeitete als Sprecher für Radio-France Outre-mer in Dschibuti von 1956 bis 1961.

Askar war politisch aktiv und ein starker Befürworter der Unabhängigkeit Dschibutis, welches damals ein französisches Überseegebiet (Côte française des Somalis) war. 1976 diente er als Minister für den öffentlichen Dienst. Er bekleidete außerdem die Ministerämter des Finanz- und des Wirtschaftsministers. Noch während Dschibuti ein französisches Territorium war, gehörte Askar der Abgeordnetenkammer an.Report On Closing Meeting Of Chamber Of Deputies. In: Translations on Sub-Saharan Africa. Joint Publications Research Service, is. 1655–1670. 19. Juni 1976: S. 12. google booksEuropa Year Book 1991. Europa Publications vol. 32; 1991: S. 907. ISBN 978-0-946653-69-0 google books

Zwei Jahre nach der Unabhängigkeit Dschibutis wurde Askar als Mitglied der neuen Nationalversammlung im Mai 1979 zum Präsidenten des Parlaments gewählt und trat die Nachfolge von Saad Warsama Dirie an. Er wurde regelmäßig wiedergewählt und bekleidete dieses Amt insgesamt 14 Jahre lang.

Askar erkrankte und wurde am 22. Dezember 1992 in ein Pariser Krankenhaus eingeliefert. Dort starb er am 10. Februar 1993 im Alter von 62 Jahren.Abdelkader Waberi Askar. In: Bulletin of the Inter-parliamentary Union. Inter-Parliamentary Union 1993: S. 33. google books Nach seinem Tod ordnete die Regierung eine dreitägige Staatstrauer an, während der alle politischen Demonstrationen sowie Sport- und Kulturveranstaltungen verboten waren. Sein Nachfolger als Präsident der Nationalversammlung war Said Ibrahim Badoul.

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