Die Herren von Norprath (auch: Norperoede, Norproide, Norprode, Norbetrode, Orbetraide o. ä.), vormals Erprath (auch: Erperode, Herperode o. ä.), später Erprath genannt Norprath oder Norprath zum Dyckhof (und Hüllhausen), waren ein niederrheinisches Uradelsgeschlecht, das von der Burg Erprath im heutigen Weckhoven, einem Stadtteil von Neuss, stammte. Die Familie war auch Teil des Neusser und Kölner Patriziats; die Linie zum Dyckof wurde in den Freiherrenstand erhoben. Der wohl bekannteste Spross des Geschlechts war der dänische und kurbrandenburgische Generalleutnant Johann von Norprath, der auch als Gouverneur von Herford und Düsseldorf sowie Herr von Hüllhausen fungierte. mini|hochkant|Wappen derer von Norprath bei Anton Fahne (nachkoloriert) Wegen der Wappengleichheit nimmt Anton Fahne an, die Herren von Norprath seien eines Stammes mit den Schwarz-Bongard. Keine Stammesverwandtschaft besteht mit den Herren von Norprath gt. Weiskorn, welche die Herrschaft Norprath – im Gegensatz zu den hier behandelten Herren von Norprath – tatsächlich besaßen.
Etymologie „Erprath“ ist von dem Begriff „Erproide“ abgeleitet. Das bedeutet so viel wie „Rodung an der Erft“.
Geschichte Ursprung Es wird angenommen, dass die Familie zunächst Burgmannen der Edelherren von Erprath stellte. Später besaßen sie Güter in Norprath, heute zu Neukirchen, wonach sie sich benannten.
Mit dem Werner, Herr von Erprath, soll die Geschichte des Geschlechts laut Fahne beginnen. Er soll Gerberga, Schwester des Grafen Gottfried von Cappenberg, entführt und anschließend geheiratet haben. Jedoch ist es wahrscheinlicher, dass er den Edelherren von Erprath angehörte, weil er Herr von Erprath war und schon erschien, bevor die Schwarz-Bongard auftraten.
Verbreitung Die ununterbrochene Stammliste lautet wie folgt:
Wappen Blasonierung: In Silber ein schwarzer Querbalken belegt von einem goldenen oder silbernen sechsstrahliger Stern. Auf dem Helm ein wachsender silberner Hunderumpf mit einem schwarzen Halsband, das von einem goldenen oder silbernen sechsstrahligen Stern belegt ist.
Literatur Herbert M. Schleicher (Bearb.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Band 11 (Mappe 832–915; Mockel–Palmer) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 80), Köln 1996, S. 397–403. Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 306 (hhu.de). Joseph Strange: Genealogie der Herren und Grafen von Velbrüggen, Comissions-Verlag der Fr. Lintz'schen Buchhandlung, Trier 1878, S. 37–39 (wiki.genealogy.net).
Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht Kategorie:Kölner Patriziergeschlecht Kategorie:Stammliste