Untertitel ist ein Lied der deutschen Singer-Songwriterin Madeline Juno aus dem Jahr 2026. Das Stück ist die fünfte Singleauskopplung aus ihrem achten Studioalbum Anomalie, Pt. 2.
Entstehung und Artwork Das Lied wurde von der Interpretin selbst, zusammen mit den Koautoren Joschka Bender und Wieland Stahnecker (Blinker), geschrieben. Bender zeichnete darüber hinaus für die Abmischung, Instrumentierung und Produktion verantwortlich. Bei der Instrumentierung wurde er von Jan Eric Markert am Piano unterstützt, während Bender selbst am Synthesizer zu hören ist. Das Mastering erfolgte durch das Custom Mojo Studio in Berlin-Kreuzberg, unter der Leitung von Studiobetreiber Jochen Stegmaier (Joe Joaquin).Madeline Juno: Anomalie, Pt. 2 (Vinyl Deluxe). Begleitheft, Embassy of Music, Tonpool, Katalognummer: 771648, 31. Juli 2026.
Alle beiden Koautoren arbeiteten bereits in der Vergangenheit mit Juno zusammen. Während der Berliner Musiker Bender bereits seit Beginn von Junos Karriere festes Mitglied ihrer Liveband ist und an diversen Produktionen, in verschiedenen Funktionen, beteiligt gewesen war, arbeitet der Koblenzer Musiker Blinker seit ihrem fünften Studioalbum Besser kann ich es nicht erklären (Januar 2022) regelmäßig mit ihr zusammen, wie auch Bender, als Autor, Studiomusiker sowie festes Mitglied ihrer Liveband.
Auf dem Frontcover der Single ist – neben Interpretenangabe und Liedtitel – Juno zu sehen. Es zeigt lediglich ihr Gesicht, während die Sängerin in die Luft schaut und ihr dabei visualisierte, lilafarbene Tränen die Wangen herunterlaufen. Die Fotografie wurde vom Berliner Fotografen Jakob Marwein geschossen, der mit Juno seit der Produktion zu ihrem letzten Studioalbum Anomalie, Pt. 1 (Juni 2025) regelmäßig zusammenarbeitet. Das Artworkkonzept orientiert sich am dazugehörigen Album. Dabei wurde die gleiche Fotografie verwendet, nur die Farben der Tränen unterscheiden sich voneinander.
Veröffentlichung und Promotion Die Erstveröffentlichung von Untertitel erfolgte als Single am 22. Mai 2026 bei Embassy of Music. Diese erschien als digitale 2-Track-Single mit der Doppel-A-Seite Funkstille zum Download und Streaming. Der Vertrieb erfolgte durch Tonpool; verlegt wurde das Lied durch Budde Music Publishing, Edition Forest Fire, Edition Indiekator sowie Edition White Lake City. Am 31. Juli des Folgejahres erschien das Lied zudem als Teil von Junos achten Studioalbum Anomalie, Pt. 2 (Katalognummer: 771648), dessen fünfte Singleauskopplung es ist.
Erstmals bekannt wurde die Veröffentlichung von Untertitel am 19. Mai 2026 über Junos sozialen Medien, in dem sie einen Beitrag mit der Entstehungsgeschichte teilte.
Inhalt Der Liedtext zu Untertitel ist in deutscher Sprache verfasst und stammt von der Interpretin selbst sowie Joschka Bender und Blinker. Alle Texter waren zugleich für die Komposition zuständig und komponierten die Musik in f-Moll mit 142 Schlägen pro Minute. Musikalisch bewegt sich das Lied im Bereich Popmusik.
Inhaltlich erzählen Funkstille und Untertitel eine autobiografische Geschichte, in der es um das Zerbrechen einer Liebesbeziehung gehe. Juno selbst beschrieb beide Titel als Geschwister. Untertitel sei dabei der erste Teil, der diesen schwer greifbaren Zustand kurz vor dem Zusammenbruch einfange, wenn zwei Menschen sich immer wieder verlieren würden. Die inhaltliche Aussage dürfe vielen bekannt vorkommen, die dies selbst auf die harte Weise realisieren mussten: „Zuneigung allein reicht nicht aus, wenn zwei Menschen unterschiedlich lieben“. Funkstille setze schließlich dort an, wo Untertitel ende: „Der Versuch, einander noch zu erreichen, ist längst verstummt und zurück bleibt nur Stile“.
Juno selbst teilte zur gemeinsamen Geschichte folgende Worte: „Ich hatte so lange Angst, realisieren zu müssen, dass es jemand nicht gut mit einem meinen könnte, dass ich lieber viel besser von einem Menschen gedacht hab’ als ich hätte sollen […] Es hat mich erst Mal wie der schlimmste Mensch der Welt fühlen lassen, bis ich aufgehört hab’ zu glauben es mache mich kalt/böse, wenn ich eine Situation nicht mehr entschuldige oder noch besser gleich für mein gegenüber versuche zu fixen. Aber lesson learned; so manches sortiert sich von alleine aus, wenn man nicht mehr wie wild versucht aus irgendeinem Chaos einen Sinn zu ziehen, we love healing“. Aufgebaut ist das Lied aus zwei Strophen, einem Refrain und einem Outro. Das Lied beginnt mit der ersten Strophe, die als Vierzeiler geschrieben wurde. Auf diese folgt erstmals der Refrain, der neun Zeilen umfasst. Der gleiche Aufbau wiederholt sich mit der zweiten Strophe. Danach endet das Lied mit dem Outro, welches sich aus einem sich wiederholenden Zweizeiler zusammensetzt.
Mitwirkende Liedproduktion Joschka Bender: Abmischung, Komposition, Liedtext, Musikproduktion, Synthesizer Madeline Juno: Gesang, Komposition, Liedtext Jan Eric Markert: Piano Wieland Stahnecker (Blinker): Komposition, Liedtext Jochen Stegmaier (Joe Joaquin): Mastering
Visualisierung (Cover) Jakob Marwein: FotografieUnternehmen Budde Music Publishing: Musikverlag Custom Mojo Studio: Tonstudio Edition Forest Fire: Musikverlag Edition Indiekator: Musikverlag Edition White Lake City: Musikverlag Embassy of Music: Musiklabel Tonpool: Vertrieb
Rezeption Das deutschsprachige Online-Magazin LifeOnStage beschrieb Funkstille und Untertitel als emotionalen Soundtrack für das Zerbrechen einer Verbindung, die einst alles bedeutete. Während die Sängerin in Suffering in Style Verletzlichkeit noch mit einer großen Portion Humor aufgefangen habe, würden die beiden Lieder die stilleren, dunkleren Facetten von Anomalie, Pt. 2 zeigen. Die beiden Stücke greifen dabei ineinander wie musikalische Geschwister und erzählen dieselbe Geschichte, nur aus unterschiedlichen emotionalen Momentaufnahmen. Zusammen würden sich die beiden Titel wie zwei Kapitel derselben traurigen Geschichte eines Zerfalls ergänzen: „vom verzweifelten Versuch, die Untertitel zwischen den Zeilen zu entschlüsseln, bis hin zur endgültigen Funkstille zwischen zwei einst eng verbundenen Menschen“.
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Einzelnachweise
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