Eine stürmische Affäre (Originaltitel Breve storia d’amore) ist ein italienischer Spielfilm aus dem Jahr 2025 von Regisseurin und Drehbuchautorin Ludovica Rampoldi mit Pilar Fogliati und Adriano Giannini.

Handlung Der Seismologe Rocco und die Autorin Lea begegnen sich zufällig in einer Bar. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und beginnen eine heimliche Affäre.

Rocco ist mit der Psychologin Cecilia verheiratet und hält die Affäre nur für ein kurzes Vergnügen. Für Lea gewinnen die Treffen allerdings zunehmend an Bedeutung. Einerseits verdächtigt sie ihren Freund Andrea, ebenfalls eine Affäre zu haben, andererseits fühlt sie sich schon länger wie eine Zuschauerin in ihrem eigenen Leben.

Sie drängt daher immer mehr gegen seinen Willen in Roccos Leben, der versucht, sie auf Distanz zu halten. Lea sind die Treffen nicht mehr genug, und sie setzt ihre eigene Beziehung aufs Spiel.

Produktion und Hintergrund Die Dreharbeiten fanden von April bis Juni 2024 in Rom und Neapel statt. Der Film wurde von Indigo Film, HT Film und Rai Cinema produziert, als Produzenten fungierten Carlotta Calori, Francesca Cima, Nicola Giuliano und Viola Prestieri.

Die Kamera führte Gogò Bianchi, die Musik schrieb Fabio Massimo Capogrosso, die Montage verantwortete Francesca Calvelli. Das Szenenbild gestaltete Massimiliano Nocente, das Kostümbild Stefano Ciammitti und den Ton Gianluca Scarlata. Der Film ist das Langspielfilmdebüt von Regisseurin Ludovica Rampoldis, die unter anderem das Drehbuch zu Vivaldi und ich schrieb.

Veröffentlichung Premiere war im Oktober 2025 am Rome Film Fest, in Italien kam der Film am 27. November 2025 in die Kinos.

Der deutsche Kinostart war am 2. Juli 2026 im Verleih von Busch Media. In Österreich kam der Film am 17. Juli 2026 im Filmladen-Filmverleih in die Kinos.

Auf Blu-ray Disc soll die Produktion am 19. November 2026 im Vertrieb der Alive AG erscheinen.

Rezeption

Rouven Linnarz bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit fünf von zehn Punkten. Dieser finde seine stärksten Momente im Spiel seiner Darsteller. Besonders Pilar Fogliati und Adriano Giannini verliehen ihren Figuren eine emotionale Glaubwürdigkeit, die dem Film auch dort Halt gebe, wo er erzählerisch weniger überzeuge.

Birgit Roschy vergab auf epd-film.de drei von fünf Sternen. Regisseurin Rampoldi lege filmische Fährten von Hitchcock über Chabrol bis hin zu Eine verhängnisvolle Affäre und Gefährliche Liebschaften. Das Ensemble sei ansprechend. Besonders Pilar Fogliati gelinge es, sanften Grusel zu erzeugen. Letztlich erinnere das Geplänkel aber an ein Stück der Commedia dell’arte, das lieber ein tiefsinniges Ibsen-Drama sein möchte.

Valerie Dirk schrieb auf DerStandard.at, dass es in dem kammerspielartigen Beziehungsdrama nicht besonders stürmisch zugehe, sondern eher berechnend. Der Film entwickle sich zum angedeuteten Psychothriller mit interessanten Wendungen. Aber so richtig gruselig werde es nicht.

Auszeichnungen und Nominierungen David di Donatello 2026 Nominierung als bestes Regiedebüt (Ludovica Rampoldi) Nominierung als beste Nebendarstellerin (Valeria Golino)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Italienischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Filmkomödie