Sekou Kouyate, auch Sékou Kouyaté (geboren Ende der 1950er Jahre in Koulikoro) ist ein malischer Sänger, Gitarrist und Ngonispieler.
Leben Kouyate wurde in eine Djéli-Familie hineingeboren und von seinem Vater für die traditionelle Rolle des Sängers, Geschichtenerzählers und Kulturbewahrers ausgebildet. Die Geburtsstadt Kouyates ist eine legendäre malische Stadt. Es heißt, dass der König von Sosso Soumangorou Kanté in einer Höhle von Koulikoro verschwand. Die griotische Tradition wird hier besonders gepflegt.
In den 70er Jahren war er Sänger der Musikgruppe Appolo in Koulikoro. 1975 wurde er Mitglied des Regionalorchesters Mégué star. Ein Jahr später bat ihn das malische Kultusministerium, im Orchestre Sandya in der Hauptstadt Bamako zu spielen und 1978 wurde er gebeten, das Orchestre Bamasaba (drei Kaimane), das Orchester der Region Bamako, zu verstärken. Der Gitarrist und Bandleader Djelimady Tounkara holte Sekou in die Rail Band. Nachdem große Sänger wie Salif Keïta, Mory Kanté, Magan Ganès, Tidiane Koné und Cheick Tidiane Seck die Band verlassen hatten, hoffte er auf eine Neubelebung durch Kouyate. Mit den ehemaligen Musikern der Band, Salif Keita und Mory Kanté gründete er 1981 das Mandika-Trio.
Ab 1987 begann Sekou eine Solokarriere. Zusammen mit Djénéba Seck, Awa Damba, Madou Koné und Diawoye Diarra gründete er eine eigene Band und produzierte 1990 sein erstes Album Diagneba. Das Quintett trat im malischen Fernsehen auf und bekam daher Berühmtheit über die nationalen Grenzen hinweg.
In den 1990er Jahren zog er nach Paris, wo er eine zweite Version des Albums Diagneba bei Syllart Records produzierte. 1998 brachte er schließlich mit großem Erfolg das Album Koulikoro heraus. Neben weiteren eigenen Alben, gestaltete er im Jahr 2000 die Arrangements des Albums Djourou von Djénéba Seck. Schließlich erstellt er mit Seck ein gemeinsames Album: Sékou ni Djénéba.
Die gute Zusammenarbeit mit Syllart setzt er mit weiteren Alben fort. In seinem Album Fassan Diarabi besingt er in zehn Stücken die bamanische Kultur, erzählt vom Alltag der Menschen, wendet sich gegen Handeln ohne Moral und besingt die Liebe.
Diskografie (Auswahl) Kouyate produzierte folgende Alben:
1990: Diagneba 1991: Diagneba, Syllart 1998: Koulikoro, Dakar Sound 2000: Sékou ni Djénéba, Syllart, mit Djénéba Seck 2003: Fassan Diarabi, Syllart 2004: Fassan Diaraby, Sono 2007: Toromanian, Syllart
Weblinks Sékou Kouyaté bei Discogs
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Einzelnachweise
Kategorie:Musiker (Mali) Kategorie:Malier Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann