Miesenbach ist eine Ortschaft der oberösterreichischen Gemeinde Reichenthal. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Geographie Miesenbach ist Teil der Katastralgemeinde Stiftung bei Reichenthal sowie des Zählsprengels Reichenthal und umfasst Adressen (Stand: ).
Die Ortschaft liegt östlich des großen Miesenwaldes, dessen höchste Erhebung der Fuchsbauerberg () ist. Östlich der Ortschaft entspringt der Graslbach.
Geschichte Zu Beginn des 16. Jahrhunderts, spätestens jedoch 1514, wurde die Ortschaft erstmals als „Miessenpach“ bzw. „Müessenpach“ im Urbar der Herrschaft Waldenfels mehrmals schriftlich erwähnt. Nach einer Beschreibung im Urbar von Waldenfels aus dem Jahr 1584 trug auch der Graslbach oberhalb der Altmühle den Namen Miesenbach („Müessenpach“). Der Ortsname geht dabei auf den althochdeutschen Personennamen „Mieso“ im Sinne von „Bach des Mieso“ oder auf das mittelhochdeutsche Wort „mies“ für „Moos“ im Sinne von „Moosbach“ zurück.
Im Jahr 1938 waren in der Ortschaft Miesenbach ein Gastwirt, ein Tischler und drei Landwirte ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 682 (findbuch.at [PDF]).
Feuerwehr Ursprünglich gehörte Miesenbach zum Gebiet der Freiwilligen Feuerwehr Stiftung bei Reichenthal, die im Jahr 1904 gegründet worden war. Der Miesenwald war bei den Einsätzen jedoch stets ein Verkehrshindernis für die Kameraden auf der jeweils anderen Seite des Hügelrückens. Deshalb wurde am 15. Mai 1931 eine eigene Freiwillige Feuerwehr Miesenbach gegründet. Die konstituierende Sitzung fand im Gasthaus Ortner in Allhut statt. Im Vereinsjahr 1933 betrug die Mitgliederzahl bereits 43 Kameraden. Am 12. Juli 1938 wurde die FF Miesenbach zu einem Löschzug der FF Reichenthal degradiert, nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt sie 1947 ihre Selbständigkeit zurück.Gundi Kampelmüller: Freiwillige Feuerwehr Miesenbach. In: Gunthilde Kampelmüller: Böhmdorf. Heimat an der Grenze. Hrsg. vom Kultur- und Bildungsring Reichenthal und vom Oberösterreichischen Volksbildungswerk, Druckerei Haider, Schönau im Mühlkreis 2011, ISBN 978-3-200-02231-7, S. 83–84.
Literatur Johann Pammer: Chronik der Gemeinde & Pfarre Reichenthal. Verlag Easy Media, Linz 2022, ISBN 978-3-902773-50-0, 389 S. Darin mit Bezug zur Ortschaft „Miesenbach“: Der „Fuchs Lueg“ in Miesenbach. S. 31–33. Reichenthaler Exulanten. S. 54–56.Johann Pammer nach Walter Lehnert, Georg Barth: Die oberösterreichischen Exulanten im ehemaligen Brandenburg-Ansbachischen Oberamt Stauf-Landeck. Verzeichnis der Exulanten im Bezirk des evang.-luth. Dekanats Thalmässing (= Freie Schriftenfolge der Gesellschaft für Familienforschung in Franken. Band 14). Verlag Degener und Co., Neustadt/Aisch 1962. Gewerbeanmeldungen ab 1860 der KG Stiftung und Reichenthal, BH Freistadt. S. 83. Volkszählung Juni 1920, S. 218. Handels- und Gewerbetreibende in der Gemeinde Reichenthal. S. 284–285 (in den Jahren 1930–1950). Die Feuerwehren der Gemeinde zwischen 1938 und 1950. S. 308–309.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Reichenthal Kategorie:Ort im Bezirk Urfahr-Umgebung Kategorie:Ersterwähnung 1514