Die Gebirgswaldmaus oder Berg-Afrikawaldmaus (Hylomyscus denniae) ist ein im Ruwenzori-Gebirge in Ostafrika endemisches Nagetier in der Gattung der Afrikanischen Waldmäuse. Das Typusexemplar stammt aus dem Mubuku-Tal im zu Uganda zählenden Bereich des Gebirges. Verschiedene früher als Synonyme zugerechnete Populationen wurden in einem Werk von 2017 als eigenständige Arten kategorisiert. Die Population am Mount Elgon ist bisher noch nicht wissenschaftlich beschrieben.
Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 87 bis 106 mm, einer Schwanzlänge von 123 bis 153 mm und einem Gewicht von 19 bis 40 g zählt das Tier zu den mittelgroßen bis großen Vertretern seiner Gattung. Es sind 13 bis 23 mm lange Hinterfüße und Ohren von 16 bis 23 mm Länge vorhanden (kleinere Werte in Mammals of Africa). Die Oberseite trägt dunkles graubraunes Fell das weich ist und an den Seiten rötliche Schattierungen hat. Der Mund hat hellgraue Lippen und das Fell auf Kinn, Kehle, Brust und der restlichen Unterseite ist ebenfalls hellgrau. Auf dem Hauptteil des Schwanzes sind keine Haare erkennbar, nur an der Spitze befindet sich eine kleine Quaste aus Borsten. Die Schuppen des Schwanzes bilden Ringe. Die Oberseiten der Pfoten haben eine weiße Farbe und an den Zehen der Füße sind oben kleine Haarbüschel vorhanden. Die fünfte Zehe erreicht dieselbe Länge wie die anderen vier und sie kann entgegengestellt werden. Die acht Zitzen der Weibchen sind paarig angeordnet. Der Kopf ist durch kleine rote Flecken zwischen Augen und Ohren sowie durch lange schwarze Vibrissen gekennzeichnet.
Verbreitung und Lebensweise Nach den in der Einleitung genannten Änderungen bewohnt die Gebirgswaldmaus den Südwesten Ugandas und angrenzende Gebiete der Demokratischen Republik Kongo. Sie hält sich in fast 1900 bis 4400 Meter Höhe auf. In den tieferen Lagen mit dichten Bergwäldern ist sie eher selten. Ab 2100 Meter Höhe wird sie oft in offenen Wäldern mit Steineiben angetroffen, zwischen denen Bereiche mit Bambus, Heide und Bergwiesen liegen. In diesen Wäldern ist sie das häufigste Nagetier.
Das nachtaktive Nagetier klettert in Bäumen und besucht selten den Boden. Es legt in Baumhöhlen ein Nest an und frisst Früchte, Pflanzensamen und Wirbellose. Bei der früher zu dieser Art gezählten Population am Kiwusee fanden Paarungen meist zum Ende der Trockenzeit und zu Beginn der Regenzeit statt. Ein Wurf enthält drei bis sieben Neugeborene.
Gefährdung Für den Bestand sind keine Bedrohungen bekannt. Das Tier wird häufig angetroffen und große Bereiche des Gebirges sind aufgrund der Deklarierung als UNESCO-Weltnaturerbe geschützt. Die IUCN listet die Gebirgswaldmaus als nicht gefährdet (least concern).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Langschwanzmäuse