Der Bremer Stadtrandweg ist ein Rundweg um die Hansestadt Bremen. Die Etappenorte sind alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Rundweg ist 134 km lang und ist in 13 Etappen aufgeteilt. Es gibt ihn in Form eines Wanderführers (Kellner Verlag) seit 2024. Er wurde von Ullrich Horstmann, Mitglied der Wanderfreunde Bremen e.V., nach dem Vorbild des Kassel-Steig entwickelt.
Geschichte Als Ullrich Horstmann 2022 nach fast vier Jahrzehnten aus Nordhessen nach Bremen zurückkehrte, vermisste er ein ausreichendes Angebot an markierten Wanderwegen und Wanderkarten. Das motivierte ihn, nachdem er den Kassel-Steig erwandert hatte, so etwas auch für Bremen zu entwickeln. Die Routenführung plante er so nah am Stadtrand, wie es die geografischen Gegebenheiten und bestehenden Wege erlaubten. Naturnah, möglichst durch Grünzüge, Start und Ziel der einzelnen Etappen sollten mit Bus und Bahn leicht erreichbar sein. Seit Frühjahr 2026 ist der Stadtrandweg mit einer einfachen Wegmarkierung in beide Richtungen versehen.
Wegzeichen Die Wegmarkierung des Bremer Stadtrandweges besteht aus Klebeschildern. Sie zeigt weiß auf schwarz die Bremer Stadtmusikanten, darunter steht BREMER STADTRANDWEG. An Abzweigungen weist ein weißer Pfeil auf schwarzem Grund auf die Richtung hin. An Orten, an denen die Strecke geradeaus führt, ist kein Pfeil angebracht. Meist wird nach einem Knotenpunkt die Strecke mit einem weiteren Klebeschild bestätigt.
Charakter der Strecke Die Etappen sind zwischen 7 und 13 km lang. Der Schwierigkeitsgrad ist aufgrund der flachen Landschaft und der überschaubaren Etappenlängen leicht bis mäßig. Es ist ausdauernden Wanderern möglich, auch zwei Etappen an einem Tag zu schaffen. Im gedruckten Wanderführer werden besondere Orte an der Strecke und Einkehrmöglichkeiten erwähnt. Übersichtskarten im Buch helfen bei der Orientierung.
Start und Ziel des Rundwegs ist der Stadtteil Borgfeld, wo der Initiator seine Kindheit und Jugend verlebte. Aufgrund der Stadtnähe und der unvermeidlichen Nutzung von asphaltierten Deichwegen und Wohnstraßen ist der überwiegende Teil asphaltiert oder gepflastert, es gibt aber auch Abschnitte mit wassergebundenen oder unbefestigten Wegen. Es geht oft auf Deichen entlang von Gewässern wie Wümme, Ochtum, Weser, Lesum oder verschiedenen Fleeten. Wanderer durchstreifen zahlreiche Parks wie Höpkens Ruh, Osterholzer Friedhof, Schlengpark, Park links der Weser, Wätjens Park und Knoops Park.
Dabei kann man wild lebende Tiere beobachten oder aus verschiedenen Perspektiven auf die Silhouette der Stadt schauen; mit Dom, Sendeturm Walle, Hochhäusern in der Überseestadt, Fallturm oder Flutlichtmasten des Weserstadions.
Verlauf
1. Etappe Borgfeld (Tramlinie 4) – Oberneuland – Blockdiek (Tramlinie 1)
Hollerdeich – Höpkens Ruh – Oberneulander Mühle – Achterdieksee
10,5 km
2. Etappe Blockdiek (Tramlinie 1) – Oberneuland – Tenever (Tramlinie 1)
Achterdieksee – Oberneuland – Bultensee – Schweizer Eck
9 km
3. Etappe Schweizer Eck (Tramlinie 1) – Osterholzer Friedhof – Osterholzer Feldmark – Mahndorf (Tramlinie 1, RS 1)
9,5 km
4. Etappe Mahndorf (Tramlinie 1, RS 1) – Arbergen – Hemelingen – Hastedt (Tramlinie 3)
Trabrennbahn – Naturfreibad Rottkuhle – Schlengpark – Tamra-Hemelingen-Park – Weserwehr
10 km
5. Etappe Hastedt (Tramlinie 3) – Habenhausen – Arsten (Tramlinie 4)
Weserwehr – Werdersee – Weserdeich – Kirche in Arsten
7 km
6. Etappe Arsten (Tramlinie 4) – Kattenesch – Huchting (Tramlinie 1)
Ochtum Uferweg – Ochtum Deich am Airport – Park links der Weser – Roland-Center
10 km
7. Etappe Huchting (Tramlinie 1) – Sodenmattsee – Naturschutzgebiet Ochtumniederung – Strom – Seehausen (Buslinie 62)
Sodenmattsee – Naturschutzgebiet Ochtumniederung – Seehausen
12 km
8. Etappe Seehausen (Buslinie 62) – Hasenbüren – Lemwerder – Vegesack (RS 1)
Weserufer – Hasenbürener Yachthafen – Weserside-Galerie – Lemwerder Aussichtsturm – Fähre – Vegesacker Hafen
13 km
9. Etappe Vegesack (RS 1) – Blumenthal – Farge (RS 1)
Vegesacker Hafen – Vegesacker Stadtgarten – Wätjens Park – Bahrsplate – Weseruferweg – Fährhaus Farge – Farge Bahnhof
10,5 km
10. Etappe Farge (RS 1) – Rekumer Geest – Lüssum – Blumenthal (RS 1)
Weserufer – Bunker Valentin – Rekumer Geest – Naturschutzgebiet Eispohl – Blumenthaler Aue – Burgwall – Haus Blomendal – Blumenthal Bahnhof
12 km
11. Etappe Blumenthal (RS 1) – St. Magnus – Lesum – Burg (RS 1 und 2)
Bahnhof Blumenthal – Haus Blomendal – Beckedorfer Beeketal – Schloss Schönebeck – Knoops Park – Admiral-Brommy-Weg – Bahnhof Burg
12 km
12. Etappe Bahnhof Burg (RS 1 und 2) – Wasserhorst – Dammsiel – Kleingartengebiet Hohweg in Walle (Buslinie 20)
Lesumuferweg – Dorf Wasserhorst – Wümmedeich – Dammsiel – Waller Straße im Blockland – Waller Feldmarksee – Kleingartengebiet Hohweg
11 km
13. Etappe Walle Hohweg (Buslinie 20) – Stadtwaldsee – Kuhgraben – Kuhsiel – Borgfeld (Tramlinie 4)
Kleingartengebiet – Uferweg am Stadtwaldsee – Haus am Walde – Kuhgrabenweg – Schleuse Kuhsiel – Borgfelder Deich – Platz unter der Linde in Borgfeld
12 km
Siehe auch Liste der Wanderwege in Deutschland
Literatur / Quellen
Kategorie:Verkehr (Bremen) Kategorie:Wanderweg in Deutschland