Der Gelbflanken-Mistelfresser, auch Minahassamistelfresser, (Dicaeum aureolimbatum), Syn. Prionochilus aureolimbatus, ist eine Vogelart aus der Familie der Mistelfresser (Dicaeidae).
Der Vogel ist endemisch auf Sulawesi und den angrenzenden Inseln Indonesiens.
Der Artzusatz kommt von und .
Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen Primärwald und hochgewachsenen Sekundärwald, auch Waldränder, Plantagen, Kulturland, Dickichte und Gärten bis 2000 m. ü. M.
Merkmale Der Vogel ist 8–9 cm groß, die Oberseite ist hell olivgrün, an der Kopfkappe matter, leuchtender am Bürzel, Flügeloberseite und Schwanz sind schwärzlich braun. Die Ohrdecken sind schwärzlich grau, die Wangen dunkelgrau, der Bartstreif gräulich weiß, die Stirn etwas aschefarben überhaucht. Die Unterseite ist gräulich weiß, die Brustseiten, Flanken und Unterschwanzdecken sind hellgelb, die Unterflügeldecken sind weiß. Die Iris ist rötlich braun bis braun, Schnabel und Beine sind schwärzlich. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht, Jungvögel sind an der Brustseite gelb, weniger leuchtend als Altvögel, die Flanken sind grau, die Unterschwanzdecken sind weißlich.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:
Dicaeum aureolimbatum aureolimbatum (, 1865), Nominatform Dicaeum aureolimbatum laterale (, 1960)F. Salomonsen: Dicaeum aureolimbatum laterale. In: American Museum Novitates, Band 1991, S. 19, 1960, Digitallibrary – Sangihe-Inseln, Flanken sind grau-olivfarben
Stimme Die Rufe werden als „s-uit“ beschrieben, weniger hoch und durchdringend als beim Schwarzwangen-Mistelfresser (Dicaeum celebicum), auch weniger häufig. Ferner kommt eine Folge von „tuk“ Lauten vor sowie ein scharfes und klares „zit-zit-zit“.
Lebensweise Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Spinnentieren, Insekten, Früchte, wohl auch Nektar und Pollen. Größere Früchte werden zerquetscht, der Schnabel im Anschluss an einem Ast abgestrichen. Meist wird in mittlerer Waldhöhe oder in kleineren Bäumen gesucht. Die Art tritt einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen auf, sie wird vom Schwarzwangen-Mistelfresser mitunter von Futterstellen vertrieben. Das Nest ist birnenförmig, aus trockenen Blättern und Grashalmen gewoben, etwa 15 cm über dem Erdboden. Die Brutzeit liegt zwischen Juni und August. Das Gelege besteht aus weißen, violett oder rot gefleckten Eiern.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur Alfred Russel Wallace: Prionochilus aureolimbatus. In: Proceedings of the Zoological Society of London 1865, Teil 2, S. 477, 1865, Biodiversity Library
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF R. A. Cheke und C. Mann: Yellow-sided Flowerpecker (Dicaeum aureolimbatum), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicaeum aureolimbatum J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Dippers, leafbirds, flowerpeckers, sunbirds J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026
Kategorie:Mistelfresser Kategorie:Endemisches Tier Sulawesis Kategorie:Endemisches Tier Indonesiens