Anja Nitz (* 1971 in Hamburg) ist eine deutsche Fotokünstlerin.
Leben Nitz studierte zunächst von 1991 bis 1997 Geschichte, Germanistik und Romanistik in Freiburg im Breisgau sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin, bevor sie von 1999 bis 2005 für ein Studium am Fachbereich Kommunikationsdesign an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee ging. 2012 war sie Stipendiatin der Stiftung Bonner Kunstfonds, was sie zu Arbeitsaufenthalten nach London und New York führte.CV. In: Sehnsucht nach dem Jetzt. 2018 war Nitz Artist in Residence an der Casa Piccola in Colloro, Piemont (Italien).Anja Nitz. In: Casa Piccola in Colloro. (Archivlink)
Nitz lebt und arbeitet als freischaffende Fotokünstlerin in Berlin. Ihr Atelier befindet sich in der Villa Heike in Alt-Hohenschönhausen.
Werk Nitz’ fotografische Arbeiten und Veröffentlichungen fokussieren nach ihren eigenen AngabenStatement. In: Sehnsucht nach dem Jetzt. auf kulturelle und gesellschaftliche Institutionen wie Bibliotheken, Museen, Kliniken und diplomatischen Vertretungen, wobei ihr Schwerpunkt auf Innenaufnahmen vor allem der öffentlich nicht zugänglichen Räume dieser Einrichtungen liegt. So dokumentiert sie das kulturelle Verständnis wie auch das historische Gedächtnis in Sammlungen aus der ungewöhnlichen Perspektive von sonst meist verborgenen Räumen, Archiven und Depots.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2015/2016: Wunderkammer Charité. Kuratiert von Felix Sattler, Tieranatomisches Theater der Humboldt-Universität zu Berlin 2016: ex situ. Mit Arbeiten aus der Serie Inszenation, Kunstverein Heinsberg 2016–2018: Hinter den Spiegeln. Im Rahmen der Ausstellungsreihe Prolog. Museum für Völkerkunde, Dresden 2017: Inszenation, kuratiert von Barbara Esch Marowski, Haus am Kleistpark, Berlin. Fotografien aus Botschaften, Landesvertretungen und den Vereinten Nationen in Berlin, London und New YorkPrachtvoll. In: taz, 11. Februar 2017. 2017: Placelessness. Mit Sinta Werner, Projektraum smac, BerlinLeonie Haenchen: Interview mit Anja Nitz und Sinta Werner. In: smac-berlin.de. 2018: Hinter den Spiegeln, im Rahmen der Ausstellungsreihe Prolog. Kuratiert von Nanette Jacomijn Snoep, Grassi Museum, Leipzig 2019: Open Studio, Alte Münze, Berlin 2022: Schwellenwert. Kuratiert von Jana August, Freiraum des Forum Wissen, GöttingenMichael Caspar: Fotografin stöbert in Uni-Sammlungen und stellt in Göttinger Forum Wissen aus. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 12. Juni 2022.
Gruppenausstellungen 2017: Rohrschach – ein Experiment. Kuratiert von Jill Leciejewski, Galerie Kuckei und Kuckei, Berlin 2018: Tribute. Exhibition, live drone music and records by Anja Nitz, Gösta Wellmer and Robert Meunier, Bar Babette, Berlin 2018/19/20: Contemporary Opportunities, Part I–III, Alte Münze, Berlin 2019: Salon Philadelphia oder die Sehnsucht nach dem Anderen. Kuratiert von Maik Schierloh und Zuzanna Skiba, Gutshof Philadelphia, Storkow 2020: Die Sehnsucht nach dem Jetzt. Kuratiert von Bärbel Möllmann, Andreas Sachsenmaier und Joachim Seinfeld, GEH8, Dresden 2022: This is the time, im Rahmen der Langen Nacht der Bilder Lichtenberg, Villa Heike, Berlin 2022: Living Space. Free Jazz durch die Prismen von Architektur und Fotografie. Mit Michael E. Veal, Aqua lfe, Haus der Kulturen der Welt, BerlinHaus der Kulturen der Welt. Abgerufen am 6. Juni 2026. 2022: Re:Inventing Grassi. Dauerausstellung. Kuratiert von Léontine Meijer-van Mensch, Grassi Museum, Leipzig 2023: Collateral. Mit Tim Trantenroth, BOLD berlin.art, Berlinsuche Ausstellung Collateral auf der Website boldberlin.club 2023: Lichtsekunde. Mit Astali/Pierce, Maik Schierloh, Philip Topolovac, HilbertRaum, Berlin 2023: Lange Sicht, im Rahmen der Langen Nacht der Bilder Lichtenberg. Mit u. a. Astrid Busch, Jens Liebchen, Villa Heike, Berlin 2023: Ben. Galerie Kuckei und Kuckei, BerlinBen | Gruppenausstellung | Kuckei + Kuckei | 01.12.-21.12.2023. In: Art at Berlin. 2025: Der Streuverlust des Raumes. Mit Sinta Werner, Villa Heike, Berlin 2025: East of the Blue, im Rahmen der Langen Nacht der Bilder Lichtenberg, Villa Heike, BerlinEast of the Blue. Abgerufen am 6. Juni 2026.
Publikationen Wunderkammer Charité. Innenansichten einer Berliner Institution. Gesammelt und fotografiert von Anja Nitz. Nicolai, Berlin 2010, ISBN 978-3-89479-602-0
Inszenation. Katalog. Mit einem Essay von Margarete Vöhringer. Bonn, 2014. (anja-nitz.com) Depot. Kerber Verlag, Berlin/Bielefeld, 2021, ISBN 978-3-7356-0754-6,
Weblinks
Website von Anja Nitz Interview mit Anja Nitz zu ihrer Ausstellung Depot im Deutschlandfunk Kultur Einige Minuten mit Anja Nitz. (YouTube) In: Tucholsky Buchhandlung Berlin, 10. September 2021.
Einzelnachweise
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