Elinor Sisulu (geboren 1958 als Elinor Batezat in Salisbury) ist eine simbabwisch-südafrikanische Schriftstellerin und Gründerin der Puku Children's Literature Foundation. Sie wurde unter anderem mit dem UNESCO King Sejong Literacy Prize und durch die Aufnahme in den französischen Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet.

Herkunft und Ausbildung Elinor Batezat kam 1958 in der damaligen rhodesischen Hauptstadt Salisbury (seit 1982 Harare) als Tochter von Francis Batezat und Betty Stuhardt zur Welt und wuchs in Bulawayo auf. Sie studierte an der University of Zimbabwe, am United Nations Institute for Economic Planning and Development in Dakar und am International Institute of Social Studies in Den Haag. Dort lernte sie auch ihren späteren Ehemann Max Sisulu kennen.

Karriere und gesellschaftliches Engagement Nach ihrem Studium arbeitete Sisulu als Wirtschaftsforscherin für das Arbeitsministerium in Simbabwe. Von 1987 bis 1990 war sie im Büro der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Lusaka tätig. Nach dem Ende der Apartheid kehrte Sisulu 1991 mit ihrer Familie nach Johannesburg in Südafrika, zurück. Von 1991 bis 1998 arbeitete sie als freiberufliche Autorin und Redakteurin.

Sisulu war an der Gründung der Crisis Coalition of Zimbabwe beteiligt und arbeitet in deren Büro in Johannesburg. Sie erstellte Berichte für die Unabhängige Wahlbehörde Südafrikas und das UN-Welternährungsprogramm.

Sisulu ist Vorstandsmitglied der Open Society Initiative for Southern Africa.

Literatur 1994 schrieb Sisulu ein Kinderbuch mit dem Titel „The Day Gogo Went to Vote“ („Der Tag, an dem Gogo wählen ging“) über die erste demokratische Wahl 1994 in Südafrika. 2002 veröffentlichte sie eine Biografie über die Eltern ihres Mannes mit dem Titel „Walter and Albertina Sisulu: In Our Lifetime“, das mit dem Noma-Preis für afrikanische Literatur ausgezeichnet wurde und den zweiten Platz beim Alan Paton Non-Fiction Award der Sunday Times belegte.

Sie schrieb persönliche Reflexionen über HIV/AIDS oder zum 50. Jahrestag des südafrikanischen Frauenmarsches von 1956. Für das 2016 erschienenem Buch von Jestina Mukoko über ihren Prozess und die Menschenrechtssituation in Simbabwe schrieb Sisulu das Vorwort.

Sisulu ist Vorstandsmitglied des Nationalen Kunstfestivals, Treuhänderin des Heal Zimbabwe Trust und Vorsitzende der Book Development Foundation des Centre for the Book in Kapstadt. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der Puku Children's Literature Foundation.

Privates mini|Max Sisulu (1985)

Elinor Batezat heiratete 1986 den südafrikanischen Politiker und Geschäftsmann Max Vuyisile Sisulu (geb. 1945), den sie im vorausgegangenen Jahr in Amsterdam kennengelernt hatte. 2001 veröffentlichte sie eine Biographie über ihre Schwiegereltern Walter und Albertina Sisulu.

Auszeichnungen 2003 wurde Sisulu's Biographie Walter and Albertina Sisulu: In Our Lifetime (2002) mit dem Noma-Preis für afrikanische Literatur ausgezeichnet.

Im Jahr 2019 wurde ihr von der Universität Pretoria die Ehrendoktorwürde verliehen. Für ihre Arbeit mit der Puku Kinderliteraturstiftung wurde sie 2020 von der französische Regierung zur Chevalière des Ordre des Artes et des Lettres ernannt. 2021 erhielt sie den UNESCO King Sejong Literacy Prize.

Im Jahr 2023 wurde Sisulu mit der „Chairperson's Achievement Certificate and Trophy“ der South African Literary Awards ausgezeichnet. Gewürdigt wurden ihre Verdienste im Bereich der Kinderliteratur als Autorin, Verfechterin indigener Sprachen und Aktivistin für die Inklusion beim Zugang zu Büchern.

Veröffentlichungen Bücher The Day Gogo Went to Vote (children's book), 1994 Walter and Albertina Sisulu: In Our Lifetime, 2002 Artikel (Auswahl) "Nelson Mandela remembered", The Observer, 15. Dezember 2013. "Appreciation: Chenjerai Hove, 1956-2015", The Observer, 26. Juli 2015. "Lagos, one long literary and artistic lime", Johannesburg Review of Books, 5. Juni 2017. "The 'Precarious' Pathway To Democracy Post-Mugabe", HuffPost, 15. November 2017. "Reflections on an afternoon in Coyaba", Johannesburg Review of Books, 5. August 2019.

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