mini|200px|Carlos A. Washburn Salas Carlos Alberto Washburn Salas (* 21. Juni 1854 in Trujillo, Region La Libertad; † 3. Juni 1925 in Lima) war ein peruanischer Jurist, Diplomat und Politiker, der unter anderem von 1907 bis 1908 Premierminister sowie zwischen 1924 und 1925 Präsident des Obersten Gerichtshofs war.

Leben Carlos Alberto Washburn Salas, Sohn des US-amerikanischen Ingenieurs Luis Washburn und von Carmen Salas-Fuenzalida y De la Torre Urraca, absolvierte ein Studium der Literatur sowie Rechtswissenschaften an der Universidad Nacional de San Agustín (UNSA) und schloss dort seine Promotion zum Doktor der Rechte ab. Nachdem er am 9. März 1876 in Trujillo seine juristischen Abschluss erhalten hatte, trat er in den diplomatischen Dienst ein und wurde von der Regierung als Attaché an die Gesandtschaft in Frankreich entsandt. Anschließend war er Kanzler des Generalkonsulats in Le Havre, Konsul in Ostende und amtierender Generalkonsul in Belgien. Nach seiner Rückkehr nach Peru 1882, wurde er Stadtrat und Sekretär von Trujillo, Dozent für Geschichte am Nationalkolleg San Juan (Colegio Nacional de San Juan) und schließlich dessen Vizerektor des Kollegs. Daneben hielt er Vorlesungen über forensische Praxis an der Universidad Nacional de Trujillo (UNT).

Washburn Salas begann daraufhin am 6. September 1886 eine richterliche Laufbahn als Richter in Trujillo. Am 13. Dezember 1890 wurde er zum kommissarischen Oberrichter des betreffenden Gerichtsbezirks ernannt und erhielt am 28. März 1898 die feste Position sowie 1901 den Posten als Vorsitzender des Obergerichts (Corte Superior de Trujillo). Daneben war er Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Internationales Recht an der Universität Trujillo inne, deren Rektor er mehrfach zwischen 1894 und 1906 war. Am 31. März 1906 wurde er von der Exekutive zum ständigen Richter am Obergericht von Lima (Corte Superior de Lima) ernannt. Des Weiteren engagierte er sich als Mitglied des Wohlfahrtsvereins seiner Heimatstadt, wo er Reformen im Krankenhauswesen einführte, den Friedhof wiederaufbaute und die Mädchenschule „Modesto Blanco“ errichtete.

Im Kabinett von Premierminister Augusto Leguía y Salcedo wurde er als Nachfolger von Jorge Polar Vargas am 20. November 1906 zum Minister für Justiz, Bildung und Kultus (Ministro de Justicia, Culto e Instrucción) ernannt und bekleidete dieses Ministeramt vom 1. August bis zum 9. Oktober 1907 auch im darauf folgenden Kabinett von Premierminister Agustín Tovar. Als Nachfolger von Tovar übernahm er am 9. Oktober 1907 selbst das Amt des Premierministers (Presidente del Consejo de Ministros del Perú) und bekleidete dieses bis zum 24. September 1908, woraufhin Eulogio Romero Salcedo neuer Premierminister wurde. In seinem Kabinett bekleidete er vom 9. Oktober 1907 bis zum 24. September 1908 auch weiterhin als Minister für Justiz, Bildung und Kultus. Nach dem Ende seiner Amtszeit fugierte er zwischen 1909 und 1911 Vorsitzender des Obergerichts von Lima und wurde als solcher per Gesetz Nr. 1163 auch Mitglied des Obersten Gerichtshofs. Am 25. Oktober 1912 wählte ihn der Kongress der Republik Peru (Congreso de la República del Perú) zum vollwertigen Mitglied und Richter des Obersten Gerichtshofs. Als Nachfolger von Lizardo Alzamora Mayo wurde er schließlich 1924 Präsident des Obersten Gerichtshofs (Corte Suprema de Justicia de la República del Perú) und behielt dieses Amt bis zu seinem Tode am 3. Juni 1925, woraufhin Eduardo Pérez Villavicencio neuer Gerichtspräsident wurde.

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