mini|Bertha Nordenson, 1910 Bertha Harriet Nordenson, geborene Kleman (* 25. September 1857 in London; † 24. Januar 1928 in Stockholm), war eine schwedische Frauenrechtlerin und Aktivistin für das Frauenwahlrecht.Die Darstellung folgt der angegebenen Literatur.
Leben Nordenson war eine der fünf Töchter des Holz- und Eisenindustriellen Johan Gustaf Carl Pontus Kleman (1817–1903) und seiner Ehefrau Bertha Amalia geborene Hierta (1836–1926). In einer wohlhabenden Familie in London, Paris und im Süden Frankreichs aufgewachsen, erhielt sie eine gute Ausbildung und entwickelte fließende Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch und Deutsch. Ihre Ferien verbrachte sie häufig in Schweden bei ihren Großeltern mütterlicherseits, dem Zeitungsverleger Lars Johan Hierta und dessen Ehefrau Wilhelmina, die zu ihrer Beherrschung der schwedischen Sprache beitrugen. Im Jahr 1882 heiratete sie den Augenarzt Erik Wilhelm Nordenson (1847–1919), mit dem sie fünf Kinder hatte.
Nachdem das Paar nach seiner Heirat zunächst in Paris lebte, kehrte es Ende der 1880er Jahre nach Schweden zurück und ließ sich in Stockholm nieder. Neben der Kindererziehung beteiligte sich Nordenson zunehmend gemeinsam mit mehreren ihrer weiblichen Verwandten am Kampf für die Frauenemanzipation. Insbesondere wurde sie ein aktives Mitglied des Föreningen för gift kvinnas äganderätt („Vereins für das Eigentumsrecht verheirateter Frauen“), der von ihrer Tante, der Frauenrechtsreformerin Anna Hierta-Retzius, gegründet worden war. Nach dessen Zusammenschluss mit dem Fredrika Bremer Förbundet („Fredrika‑Bremer‑Verband“) trat Nordenson dem ständigen Ausschuss für die rechtliche Stellung der Frau bei und wurde später in den Vorstand gewählt. In dieser Funktion war sie eine der Unterzeichnerinnen der Petition für das Frauenwahlrecht, die 1899 dem König überreicht wurde.
Zusammen mit ihrer Cousine Ellen Kleman war sie außerdem ein aktives Mitglied der Landsföreningen för kvinnans politiska rösträtt, der schwedischen Vereinigung für das Frauenwahlrecht. In dieser Eigenschaft half sie 1911 bei der Organisation der 6. Konferenz der International Woman Suffrage Alliance, die in Stockholm stattfand. Sie war ebenfalls eine bedeutende Mitwirkende im Svenska kvinnors nationalförbund („Nationaler Rat der schwedischen Frauen“), dessen Vorsitz sie von 1921 bis 1927 innehatte, als sie aufgrund schlechter werdender Gesundheit zurücktrat.
Mit aktivem Interesse an medizinischer Versorgung war sie ab 1908 Vorsitzende der Föreningen för sjukvård i fattiga hem („Gesellschaft für Hauskrankenpflege für Arme“). Für ihre umfangreichen Verdienste um das Schwedische Rote Kreuz wurde sie mit der Goldmedaille der Organisation ausgezeichnet.
Nordenson starb 1928 in Stockholm.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Frauenrechtler (Schweden) Kategorie:Schwede Kategorie:Geboren 1857 Kategorie:Gestorben 1928 Kategorie:Frau